Kremmens neue Repräsentantin

…. nicht was Ihr gleich denkt. Nein, Herr Busse ist weiter unser Bürgermeister. Aber am Wochenende wurde ein Wechsel der Ernteköniginnen angekündigt.

Doch lest selbst, was darüber im OGA von Heute verkündet wurde.

Kremmens neue Repräsentantin

Amtswechsel Madline Fojut ist als Erntekönigin die Nachfolgerin von Lara Volgnandt. Für die 29-Jährige ist es der zweite Versuch, für ein Jahr das Werbegesicht der Region zu werden. Von Sophie Schade


Kremmen hat eine neue Erntekönigin. Am Sonntag wurde sie auf der Tourismusmesse auf dem Spargelhof Kremmen offiziell vorgestellt. Madline Fojut ist die 18. Regentin, die ein Jahr lang Kremmens Gesicht für die Außenwelt sein wird. Am 1. September tritt sie ihr neues Amt an.

In einem silbernen Kleid mit hellblauen Stickereien nahm sie am Sonntag Schärpe und Blumenkranz und damit ganz offiziell das Amt der Erntekönigin für die Saison 2019/2020 entgegen. Nach einigen Dankesreden an die aktuelle Erntekönigin wurde das Geheimnis um ihre Person gelüftet.

Ein wenig aufgeregt wirkte sie in ihrer ersten Ansprache noch, doch ihre Vorgängerin Lara Volgnandt stand ihr vor dem Publikum auf dem Spargelhof zur Seite und wünschte ihr unvergessliche Erfahrungen und Erlebnisse für ihre Regentschaft.

Mit 29 Jahren ist Madline Fojut gut zehn Jahre älter als ihre Vorgängerin. Bis 2015 war die geborene Hennigsdorferin, die seit 2001 in Kremmen lebt, außerdem aktive Fußballerin in verschiedenen Vereinen. Dann wurde sie schwanger und brachte 2016 Töchterchen Mila zur Welt. Bisher drehte sich ihr Alltag komplett um die Kleine.

Zweiter Versuch nach Ablehnung

Zeit zum Kicken bleibt da nicht mehr, ihre Rolle als Mutter füllt sie neben ihrer Arbeit als Drogistin in einer Berliner Drogerie komplett aus. Bei diesem straffen Zeitplan schätzt Madline Fojut die Ruhe und Idylle, die sie in ihrer Heimat Kremmen findet. „Wenn ich von einem langen Arbeitstag in der hektischen Hauptstadt nach Hause komme, genieße ich die Entspannung.“

Dass sie sich zu Hause so wohl fühlt, war für sie auch die Motivation, sich für das Amt der Erntekönigin zu bewerben und die Region damit nicht nur auf diversen Dorffesten, sondern zum Beispiel auch auf Tourismusmessen zu repräsentieren. Vor zweieinhalb Jahren hatte sie sich schon einmal beworben, wurde damals aber wegen des noch sehr jungen Nachwuchses vertröstet. Verheiratet ist Madline Fojut nicht, aber in festen Händen.

Der Sommersonntag war aber erst komplett mit einem großen Stück Erdbeerkuchen. Wie gut, dass es den bei der Tourismusbörse in Mengen gab. Als Dankeschön an den Schlagersänger Frank Zander für das Gänsebratenessen, das er alljährlich kurz vor Weihnachten für Obdachlose in Berlin ausrichtet, lud ihn das Team vom Kremmener Spargelhof am Sonntag auf einen Erdbeerkuchen ein: 140 Kilogramm schwer, davon 75 Kilogramm Erdbeeren.

Nachdem das Teig-Früchte-Monstrum mit einem Trecker auf einen Tisch gehievt wurde, schnitt Frank Zander mit Schlagersänger Frank Schöbel, Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) und Kremmens Erntekönigin Lara Volgnandt den Kuchen an und verteilte großzügige Stücken an die Besucher der Messe, die in langen Schlangen anstanden. Der Spargelhof spendete 1 500 Euro fürs Obdachlosenessen.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.139 Datum Dienstag, den 18. Juni 2019 Seite Nr.6 Deep-Link-Referenznummer 44512420

Punks wollen Kremmener Festival vor Gericht retten

Ich finde diese Nachricht, die gleichzeitig der Aufmacher des heutigen OGA war, insbesondere für Kremmen sehr interessant und bemerkenswert. Deshalb stelle ich diese Information allen interessierten Lesern meines Blogs zur Verfügung.

Genehmigungsprobleme

Die Bauaufsicht droht den Veranstaltern mit Zwangsgeldern. Die Organisatoren klagen die Rechtsauffassung des Kreises an. Von Marco Winkler


Dem Punkfestival „Resist to Exist“, das Anfang August zum vierten Mal in Kremmen stattfinden soll, droht das Aus. Der veranstaltende Alternati-Verein aus Berlin will deshalb mit einem Eilverfahren vors Verwaltungsgericht Potsdam ziehen.

Wie der Verein mitteilt, habe die untere Bauaufsicht des Landkreises eine Ordnungsverfügung für den Veranstaltungsort erteilt. Diese stelle „die Nutzung der landwirtschaftlichen Bauten, das Ausweisen von Zeltflächen und das Errichten von Zelten zum Zwecke der Übernachtung, das Errichten von Verkaufsständen sowie das Einfrieden des Geländes mittels Bauzäunen unter Strafe“. Damit sei das selbstorganisierte und nicht-kommerzielle Festival „nicht mehr möglich“. Abgesagt hat der Verein das Event bisher nicht. Kreissprecherin Constanze Gatzke bestätigte die Ordnungsverfügung auf Nachfrage: „Für Zuwiderhandlungen wurden Zwangsgelder angedroht.“ Camping, Verkaufsstände, Zäune – das alles sei nun „formell baurechtswidrig“.

Der Verein will gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen. Die Rechtsauffassung des Kreises entspreche nicht der Brandenburgischen Bauordnung. „Es ist uns unverständlich, wie die untere Bauaufsichtsbehörde von einer baulichen Umnutzung der Bauten sprechen kann, da wir lediglich einen Unterstand für Kühe temporär in eine provisorische Kantine für unsere Helfer verwandeln“, sagt Wolfgang Kunwald, technischer Festival-Leiter.

Das Festival steht schon seit vorigem Jahr auf der Kippe, als die Organisatoren nur noch eine Ausnahmegenehmigung fürs Musikereignis erhielten. „Da das Festival regelmäßig, nunmehr jährlich, stattfinden soll, stellt die Nutzung der landwirtschaftlichen Gebäude dafür eine baugenehmigungspflichtige Nutzungsänderung dar“, teilte der Kreis mit. In mehreren Gesprächen sei das dem Veranstalter kommuniziert worden.

Im Januar 2019 beschlossen die Stadtverordneten in Kremmen die Aufstellung eines dementsprechenden Bebauungsplans. „Wir haben den Weg geebnet, damit das Festival weiter in Kremmen stattfinden kann“, sagte Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) auf Nachfrage am Montag. „Für die Erstellung des B-Plans ist der Veranstalter zuständig.“ Und der ist säumig. Kreissprecherin Constanze Gatzke über den aktuellen Stand: „Eine Baugenehmigung wurde bislang weder beantragt noch erteilt.“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.139 Datum Dienstag, den 18. Juni 2019 Seite Nr.1 Deep-Link-Referenznummer 44513222

Für mich stellt sich nach dieser Lektüre die Frage: wiehert hier der Amtsschimmel besonders laut, oder hat hier jemand von der unteren Baubehörde ein Problem mit dem Festival?

Natürlich sind gesetzliche Regelungen zur Einhaltung geschaffen; hier handelt sich aber nicht um eine feste Installation von Bauwerken, sondern lediglich um eine zeitlich sehr eingeschränkte Veranstaltung. Zelte sind übringens ortsveränderlich und fallen somit unter andere Regelungen, als Holzhütten oder gar Steinbauten. Eine letzte Frage sei noch gestattet: wem gehört der Grund und Boden?

Ich glaube hier nicht das Wiehern eines (Amts)Schimmels, sondern eher IA-Rufe eines Esels zu hören….

Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kremmen am Dienstag, den 25. Juni 2019, um 19.00 Uhr

Die erste (konstituierende) Stadtverordnetenversammlung in Kremmen – nach der Kommunalwahl 2019 – findet am Dienstag, den 25.06.12.2019, um 19.00 Uhr im Rathaus, Am Markt 1, Ratssaal – Eingang Mühlenstraße, statt.

von der Verwaltung anwesend: Frau Tamms

Die Tagesordnung

I. Öffentlicher Teil

  1. Eröffnung der Sitzung
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Vereidigung der Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kremmen zur
    gesetzmäßigen und gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben
  4. Bildung von Fraktionen (Bekanntgabe der Mitglieder der einzelnen Fraktionen und des jeweiligen Fraktionsvorsitzenden sowie des Stellvertreters durch die Vorsitzenden der Fraktionen)
  5. Beratung und Beschluss: Bestätigung der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung
    Beschlussvorlage – 01-57-2019
  6. Bildung einer zeitweiligen Wahlkommission zur Vorbereitung, Durchführung und Stimmenauszählung bei geheimen Wahlen
  7. Wahl des/der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung gemäß § 33 Abs. 2
    BbgKVerf
    Beschlussvorlage – 01-45-2019
  8. Wahl der/s stellv. Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung
    Beschlussvorlage – 01-46-2019
  9. Besetzung Hauptausschuss
    9.1 Beratung und Beschluss: Anzahl der Sitze im Hauptausschuss
    Beschlussvorlage – 01-47-2019
    9.2 Beratung und Beschluss: Feststellung der Sitzverteilung im Hauptausschuss gemäß § 41
    BbgKVerf
    Beschlussvorlage – 01-48-2019
    9.3 Beratung und Beschluss: Bestellung der Mitglieder des Hauptausschusses und der Stellvertreter gemäß § 41 BbgKVerf durch offenen Wahlbeschluss
    Beschlussvorlage – 01-49-2019
    9.4 Beratung und Beschluss: Bestimmung des hauptamtlichen Bürgermeisters zum Vorsitzenden des Hauptausschusses
    Beschlussvorlage – 01-50-2019
  10. Beratung und Beschluss: Bildung der ständigen Ausschüsse
    Beschlussvorlage – 01-51-2019
    10.1 Beratung und Beschluss über die Sitzverteilung und Besetzung der Ausschüsse
    Beschlussvorlage – 01-52-2019
    10.2 Beratung und Beschluss: Besetzung der Ausschussvorsitze
    Beschlussvorlage – 01-53-2019
  11. Beratung und Beschluss: Neubesetzung des Aufsichtsrates der Wohnungsbaugesellschaft Kremmen mbH
    Beschlussvorlage – 01-54-2019
  12. Beratung und Beschluss: Wahl der sonstigen Vertreter und der Stellvertreter für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Kremmen
    Beschlussvorlage – 01-55-2019
  13. Beratung und Beschluss: Bestellung der kommunalen Mitgliedervertretung in Wasser- und Bodenverbänden
    hier: „Rhin-/Havelluch“, „Schnelle Havel“und „Großer Havelländischer Hauptkanal- Havelkanal-Havelseen“
    Beschlussvorlage – 01-56-2019
  14. Anfragen und Informationen der Abgeordneten

Die konstituierende Ortsbeiratssitzung Sommerfeld findet am 24.06.2019 um 19.30 Uhr statt.

Die erste (konstituierende) Ortsbeiratssitzung in Sommerfeld nach der Kommunalwahl 2019 findet am Montag, den 24. Juni 2019, um 19.30 Uhr in der Dorfstraße 51 (Sitzungssaal der Gemeinde, alte Schule, Hofgebäude), statt.

Die Tagesordnung

Von der Verwaltung anwesend:

I. Öffentlicher Teil

  1. Eröffnung
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Vereidigung der Mitglieder des Ortsbeirates Sommerfeld zur gesetzmäßigen und gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben
  4. Wahl des Ortsvorstehers des OT Sommerfeld gemäß § 45i.V.m. § 46 BbgKVerf
  5. Wahl des stellv. Ortsvorstehers des OT Sommerfeld gemäß § 45 i.V.m. § 46 BbgKVerf
  6. Sonstiges

II. Nicht öffentlicher Teil
1. Sonstiges

Pflegekammer soll mehr Durchschlagskraft bringen

Im folgenden Artikel im OGA vom 15./16.06.2019 wird informiert, dass es endlich – zumindest in einigen Bundesländern – Pflegekammern gibt, die sich nun bundesweit organisieren möchten, damit „die größte Berufsgruppe im Gesundheitwesen“ bundesweit ihre Interessen vertreten kann.

Pflegekammer soll mehr Durchschlagskraft bringen

Interessenvertretung Die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen will sich bundesweit organisieren, um einen zentralen Ansprechpartner für die Politik zu haben. Von Hajo Zenker

Eine bundesweite Vertretung für die rund anderthalb Millionen Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege in Deutschland ist ein Stück näher gerückt: Am Freitag gründeten die Landespflegekammern aus Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie der Deutsche Pflegerat in Berlin eine Pflegekammerkonferenz. Sie soll ab sofort die Interessen der größten Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen vertreten und die Gründung einer Bundespflegekammer vorbereiten – analog zur Bundesärztekammer oder zur Bundesapothekerkammer.

„Die professionell Pflegenden brauchen endlich eine kraftvolle Stimme auf Bundesebene“, sagte die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Sandra Mehmecke. Auch der Präsident der Landespflegekammer Rheinland Pfalz, Markus Mai, betonte, es sei „höchste Zeit, die Anliegen der Pflegekräfte auf die Bundesebene zu bringen“. Er verwies darauf, dass mit einem Schlag nun 250 000 professionelle Pflegekräfte mit einer mindestens dreijährigen Ausbildung in Berlin eine Vertretung hätten.

Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, des Dachverbandes von Berufsverbänden des Pflege- und Hebammenwesens, erklärte, sein Verband unterstütze die drei Kammern „als starker und erfahrener Vertreter auf Bundesebene“. Alle Gründungsmitglieder betonten, es sei wichtig „Gesetzgebungsprozesse auf Bundesebene im Interesse der Pflegefachpersonen und der Pflegebedürftigen zu beeinflussen“.

Das neue Gremium soll sich allerdings nicht nur um die Lobbyarbeit in der Bundeshauptstadt kümmern. Es gehe auch darum, die von Land zu Land unterschiedlichen Berufs- und Weiterbildungsordnungen für die Pflegeberufe abzustimmen und zu harmonisieren. Zudem soll das neue Gremium die Bildung weiterer Landespflegekammern, aktuell vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, unterstützen.

Der langjährige Präsident des Pflegerates und heutige Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Idee einer Bundespflegekammer seit langem propagiert, um „sicherzustellen, dass die in der Pflege Tätigen in allen Fragen der Gesundheitspolitik verpflichtend zu beteiligen sind“. Er bezeichnete den Schritt am Freitag denn auch als überfällig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt die Kammergründung ebenfalls, „weil Pflege eine gute Interessenvertretung braucht“. Zustimmung kam auch von der Opposition. Die Grünen-Pflegeexpertin Kordula Schulz-Asche sprach von einem „historischen Tag für die Pflege in Deutschland“. Eine Bundespflegekammer sei „eine Grundvoraussetzung für die moderne Weiterentwicklung des Berufs in Zeiten des demografischen und gesellschaftlichen Wandels“. Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Westig, nannte die Gründung der Spitzenorganisation ein wichtiges Signal. Im Vergleich zu anderen Branchen fehle es der Pflege „an einer starken, organisierten Stimme“. Die Kammer könne „ein wichtiger Akteur sein, um die Pflegekräfte bei ihrem Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung zu unterstützen“.

Wie stark die Interessenvertretung tatsächlich wird, muss sich aber noch zeigen. Mehrere Bundesländer haben sich gegen eine Kammer entschieden, andere denken noch darüber nach.

Franz Wagner jedenfalls wünscht sich eine möglichst breite Beteiligung. Denn es fehle dem Berufsstand bisher „an der politischen Durchschlagskraft“.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.137 Datum Samstag, den 15. Juni 2019 Seite Nr.25 Deep-Link-Referenznummer 44472620

Aus für das Dorfladen-Projekt in Sommerfeld

Im OGA vom 07.06.2019 ist hierzu folgendes zulesen:

Kremmen/Oberkrämer

Aus für das Dorfladen-Projekt

Landleben

In drei Wochen kamen mehr als 40 000 Euro zusammen. Den Sommerfelder Initiatoren ist das aber zu wenig.

Sommerfeld. Das Sommerfelder Dorfladen-Projekt wurde eingestellt. Der Rückhalt in der Bevölkerung sei nicht vorhanden, sagt Daniel Wedewardt, einer der Initiatoren. In drei Wochen konnten zwar 160 Absichtserklärungen gesammelt werden, die eine Projektbeteiligung in Höhe von 43 650 Euro versprachen. „Damit sind wir aber weit von unserem Ziel entfernt“, so Wedewardt.

Als Startkapital waren 75 000 Euro vorgesehen, die erst abgerufen würden, sollte der gemeinschaftlich betriebene Dorfladen in ein paar Jahren im Zuge eines neuen Gemeindezentrums realisiert werden. „Sommerfeld hat 1 350 Einwohner, da hätten es mehr Unterstützer sein können“, so Wedewardt. Es habe auch fünfstellige Geldbeträge gegeben. „Aber das waren Ausnahmen.“ Günter Pahs sagt, es seien absichtlich keine größeren Unternehmer angeschrieben worden. „Wir wollten sehen, wie sehr die Bürger einen Dorfladen wollen.“

Zu wenig Rückhalt

Ziel sei es gewesen, zu überprüfen, ob die Sommerfelder hinter dem Projekt stehen. Antwort von Daniel Wedewardt: „Nicht in dem notwendigen Maße.“ 90 Prozent der 106 Absichtserklärungen kommen aus Sommerfeld, der Rest verteilt sich. Sogar Menschen in Flatow und Groß-Ziethen hätten mit ihrer Unterschrift Bereitschaft erklärt, sich finanziell zu beteiligen. Nur die Sommerfelder – die seien offenbar nicht bereit. Von den 90 Prozent aus Sommerfeld kämen 60 Prozent der Unterschriften aus dem Wohnpark, also von Zuzüglern. Die Alteingesessenen hätten eher wenig Interesse bekundet, so Rudi Kretschmann.

Woran liegt das? Daniel Wedewardt habe oft vernommen, dass Sommerfelder der Meinung seien, die funktionierende soziale Infrastruktur mache einen Dorfladen überflüssig. „Viele waren deshalb von Vornherein pessimistisch“, so Rudi Kretschmann. Oder lag es am hohen Einzelbetrag? Ein Unterzeichner sollte mindestens 200 Euro in Aussicht stellen. Nicht wenig Geld für viele. „Die Summe wird von Experten mit Erfahrungswerten empfohlen“, so Daniel Wedewardt. „Nur so konnten wir die Identifikation mit dem Projekt prüfen.“ Zumal das Geld nicht bar vorliegen musste. „Es hätte angespart werden können in den nächsten Jahren.“

Info-Abend als Indikator

Ein erster Indikator, dass das Projekt scheitern könnte, sei ein Info-Abend vor wenigen Wochen gewesen. 250 Menschen hätten kommen können. Am Ende waren es 80. „Wir müssen uns eingestehen: Die Bevölkerung möchte keinen Dorfladen“, resümiert Daniel Wedewardt. Das Projekt wird eingestellt, am Sommerfelder Dorfladen arbeiten Daniel und Lea Wedewardt, Rudi Kretschmann, Günter Pahs und Petra Schmid erst einmal nicht weiter.

Einige Sommerfelder dürften das bedauern. Gaby Rüger gehört zu ihnen. „Ich bin beeindruckt, wie professionell die Gruppe das ganze Projekt aufgezogen hat und wie klar jeder Schritt kommuniziert wurde“, sagt sie. „Viele Sommerfelder reden von Zeiten, als es noch einen Konsum und einen Bäcker gab. Ich dachte wirklich, der Dorfladen trifft genau den Nerv der Menschen.“⇥win

Foto

Steckten viel Energie in das Sommerfelder Projekt: Daniel Wedewardt, Rudi Kretschmann, Petra Schmid und Günter Pahs (von links) sind der Kern der Initiative.⇥Foto: Marco Winkler

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.131 Datum Freitag, den 07. Juni 2019 Seite Nr.7 Deep-Link-Referenznummer 44059854

Freie Wähler wollen Lebensmittel zur Tafel leiten

Der OGA vom 05.06.019 titelt mit dieser Überschrift und zeigt auf, wie die Freien Wähler aktiv etwas zur Abfallvermeidung beitragen und Zwangsmaßnahmen im Kampf gegen die Verschwendung fordern.

Von Mathias Hausding


Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung durch Unternehmen fordern die Freien Wähler eine Bundesratsinitiative des Landes Brandenburg. Supermärkte, Restaurants, Konservenproduzenten und etwa der Obstgroßhandel sollen bundesweit dazu verpflichtet werden, noch genießbare Lebensmittel vor einer Entsorgung wohltätigen Organisationen kostenlos anzubieten, sagte der Landtagsabgeordnete Péter Vida am Dienstag.


In Frankreich, Tschechien, Italien und Dänemark gebe es bereits diese oder ähnliche Regeln. Deutschland müsse nachziehen, findet Vida. Deshalb hat er einen entsprechenden Antrag für die kommende Landtagssitzung erarbeitet. „Rechtliche Risiken für die spendenden Unternehmen, einschließlich etwaiger steuerlicher Nachteile, sind zu beseitigen“, ergänzte der Abgeordnete.


In seinen Augen wäre die Pflicht, überflüssige Lebensmittel als kostenlose Spende anzubieten, deutlich sinnvoller als die derzeit angestrebte Legalisierung des „Containerns“. Bislang ist es strafbar, Lebensmittel aus dem Müll der Supermärkte zu nehmen. Die Justizminister der Länder wollen das ändern. Laut Vida müssten Menschen in vielen Fällen jedoch weiterhin Hausfriedensbruch begehen, um dann auf dem Unternehmensgelände „legal“ an Joghurt oder Käse zu kommen. Außerdem sei es unhygienisch, Lebensmittel in den Müll zu werfen, um sie anschließend wieder herauszuholen.


Péter Vida schlägt vor, das Anbieten der Lebensmittel über eine bundesweite Internetseite zu organisieren. „Nur wenn sich kurzfristig kein Abnehmer findet, dürfen die Lebensmittel entsorgt werden.“ Denkbar sei, kleine Unternehmen wegen des damit verbundenen Aufwands von der Regelung auszunehmen.


Bei den Verbraucherschutzministern der Länder steht das Thema inzwischen auch auf der Liste. Im Protokoll zu ihrer jüngsten Konferenz Ende Mai in Mainz ist vermerkt, dass man sich vom Bund Schritte hin zu einer Pflicht wünscht, noch genießbare Lebensmittel abzugeben.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.129 Datum Mittwoch, den 05. Juni 2019 Seite Nr.28 Deep-Link-Referenznummer 43706917

Kremmens Erntefest wird ums Regionalparkfest erweitert

So titelt heute (05.06.2019) der OGA:

Marco Winkler 05.06.2019, 15:45 Uhr – Aktualisiert 05.06.2019, 17:06 Kremmen/Oberkrämer (MOZ)

Kremmens Erntefest kann in diesem Jahr mit einer Neuerung aufwarten: Die traditionelle Veranstaltung wird um ein Regionalparkfest erweitert. Oberkrämer und Kremmen rücken damit touristisch noch näher zusammen.

Möglich macht das ein in diesem Jahr erstmals von der Landesplanung Berlin-Brandenburg vergebener Zuschuss an alle neun Regionalparks in Höhe von 250 000 Euro. Der Regionalpark Krämer Forst stellte Anfang des Jahres einen Antrag auf eine Finanzspritze. Die bewilligten 23 000 Euro (zehn Prozent muss der Verein als Eigenanteil zusteuern) fließen nun in eine neue Veranstaltung: das Regionalparkfest. Es wird sich dem Erntefest in Kremmen anschließen.

Dirk Jöhling, der Vorsitzende des Fördervereins Regionalpark Krämer Forst, zählt die Vorteile der Symbiose auf: „Wir haben hier eine fest etablierte Veranstaltung mit Profis, die diese seit Jahren organisieren. Und die Location ist super.“ Gemeint ist das Scheunenviertel. „Es passt einfach alles zusammen.“

Andrea Busse, verantwortlich für die touristische Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Kremmen, will den Regionalpark-Gedanken in den Fokus des Erntefestes rücken. Das Fest in seiner Grundausrichtung bleibt aber unberührt. Am Freitag, 30. August, wird mit einem Fackelumzug abends gestartet. Sonnabend, 31. August, gibt es dann einen großen Umzug. Der könnte in diesem Jahr wesentlich größer ausfallen.

Hatte Kremmen sonst rund 20 000 Euro im Haushalt eingestellt für das Erntefest – hinzu kamen laut Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) 5 000 Euro an Standeinnahmen –, wurde das Budget dank des Regionalpark-Geldes in diesem Jahr verdoppelt. „Wir können so sicherlich mehr Kutschen bereitstellen, vielleicht einen zweiten Fanfarenzug und einfach mehr Bilder der Stadt präsentieren“, sagt Andrea Busse. Der Rathauschef fügt an: „Mehr Geld, mehr Möglichkeiten. Wir können viel größere Schritte machen.“ Aber: „Doppeltes Budget heißt auch doppelte Arbeit.“ Heißt es auch doppelte Besucherzahlen? Zum Kremmener Erntefest kommen an den drei Tagen im Schnitt gute 10 000 Menschen.

Auch das Programm werde erweitert, so Kerstin Rosen, Regionalmanagerin in Oberkrämer. Die genauen Ausführungen sollen in den kommenden Tagen erfolgen. Sicher ist: Statt eines Feuerwerks soll es am Sonnabend eine große (und damit preisintensivere) Laser-Show geben. Ergänzt wird die imposante Lichteinlage von künstlichem Nebel. Andrea Busse spricht von Gänsehaut-Feeling, das die Besucher erwarten wird.

Doch der Regionalpark ist nicht nur Mitfinanzier des Volksfestes. „Von der Landesplanung wird eine Ausstellung über die Regionalparks geben“, sagt Dirk Jöhling. Ambitionen bringen die neuen Mitveranstalter mit: So soll es eine Podiumsdiskussion geben. Jöhling erinnert sich an eine ähnliche Veranstaltung zur Landesgartenschau 2009. „Ich denke, auch auf einem Fest in Kremmen ist Platz für eine Diskussion.“ Die Arbeit der Regionalparks soll in den Fokus gestellt werden. Auch an Ständen werden sich Mitglieder des Vereins präsentieren. Sebastian Busse wünscht sich vom finanziellen Plus etwas mehr Rummel- und Kirmes-Charakter.

Für Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) ist die Zusammenarbeit der zwei Regionen eine logische Konsequenz der letzten Jahre. „Wir verstehen uns als eine Region und konkurrieren nicht miteinander“, sagt er. Er hofft zudem, dass die neue Buslinie 823 rege Anklang findet – auch auf dem neuen Erntefest mit Regionalparkfest.

Sommerfelder wollen wieder im Dorf einkaufen

Unter diesem Motto steht nicht nur der Wunsch einzelner Bewohner Sommerfelds, nein, eine große Anzahl an Einwohner kamen zu der Vorstellungsveranstaltung des Dorfladenprojektes am 10.05.02019, um 19.00 Uhr in den Kultursaal der Sana-Kliniken Sommerfeld. Nahezu alle Anwesenden erklärten, warum es wichtig für die Entwicklung des Dorfes, aber auch für die immer älter werdenden Einwohner Sommerfelds ist, eine Einkaufsmöglichkeit für die Waren des täglichen Bedarfs im Ort zu haben, die gleichzeitig auch ein Treffpunkt der Menschen sein wird, ein Ort des Austausches, der sozialen Nähe. Genau dieses fehlt im Ort.

Auch die Presse berichtete mehrfach über dieses Dorfladenprojekt.

Am 14.05. 2019:

Titelseite

Finanzspritze für Dorfladen

Einkauf Sommerfelder sollen Projektstart möglichen machen.


Sommerfeld. Ganze 890 unterzeichnete Absichtserklärungen: So viele will die Arbeitsgruppe „Dorfladen Sommerfeld“ bis zum 3. Juni zusammenbekommen. Ihr Inhalt: finanzielle Unterstützung für einen Dorfladen. Die Summe ist hoch. Auf dem Papier sollen es 75 000 Euro sein. Daniel Wedewardt von der Arbeitsgruppe will so den Rückhalt für das ambitionierte Projekt in der Bevölkerung prüfen. 2006 schloss im Dorf die letzte Einkaufsmöglichkeit. Seitdem wird versucht, wieder einen Laden mit Waren des täglichen Bedarfs zu eröffnen.⇥win


Kremmen Seite 6

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.111 Datum Dienstag, den 14. Mai 2019 Seite Nr.1 Deep-Link-Referenznummer 43014057

Auf Seite 6 ist dann weiter zu lesen:

Marco Winkler / 13.05.2019, 18:00 Uhr Sommerfeld (MOZ)

Einfach mal schnell Brötchen kaufen, Mehl und Butter für den Kuchen besorgen, rasch die Lust auf Obst oder wahlweise Schokolade befriedigen: Das geht in Sommerfeld seit einigen Jahren nicht mehr. 2006 machte die letzte Einkaufsmöglichkeit dicht. Ein angestrebtes Multifunktionsladen-Projekt wurde nach ambitionierten Vorbereitungen vor einiger Zeit auf Eis gelegt. Doch eine Gruppe Engagierter kämpft weiter für einen Dorfladen in Sommerfeld.

Das Interesse ist vorhanden. Zu einer Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe kamen kürzlich 80 Interessierte. „Wir wollen Vorurteile abbauen“, sagt Mitglied Daniel Wedewardt. An seiner Seite hat er Volker Hahn. Er habe in den vergangenen Jahren etwa 70.solcher gemeinschaftlich betriebenen Läden auf die Beine gestellt. Motto: Bürger für Bürger. Die Gruppe „Dorfladen Sommerfeld“ will in die Vollen gehen. „Es ist nun endlich an der Zeit, den echten Willen der Bürger zu hinterfragen“, sagt Daniel Wedewardt. Dafür gibt es ein Ultimatum.

Bis zum 3. Juni will er die Absichtserklärungen der Einwohner sammeln. Das Ziel: eine finanzielle Beteiligung am Projekt. 75 000 Euro sollen zusammenkommen, davon jeweils 30 000 Euro für die Ladenausstattung und die erste Warenlieferung. Die restlichen 15 000 Euro sollen als Rücklage für Löhne und Sozialabgaben dienen. Wenn genügend Absichtserklärungen eingehen, so Wedewardt, könne von einem großen Rückhalt aus der Bevölkerung ausgegangen werden. Wichtig seien möglichst viele Mindestbeträge, „da das ein großes Bürgerinteresse ausdrücken würde.“

Heißt: Pro Einwohner sollten 200 Euro oder mehr eingehen. Erst dann sei eine Identifikation mit dem Projekt gegeben. Eingelöst wird die Absichtserklärung, die unter dorfladen-sommerfeld@googlegroups.com angefordert werden kann, aber erst vor Fertigstellung des Objektes. Hier setzt die Arbeitsgruppe darauf, dass das bisher nur als Wunsch im Raum stehende neue Gemeindezentrum für Sommerfeld auch umgesetzt wird. 2021 könnte es nach aktuellem Stand soweit sein.

Dort könnte der Dorfladen integriert werden. Die Idee unterstützte auch Ortsvorsteher Jürgen Kurth (UWG/LGU). Eigentümer wäre dann die Stadt Kremmen. Die zu gründete Unternehmergesellschaft für das Ladenvorhaben könnte der Pächter der Immobilie sein. Hier muss die Arbeitsgruppe Überzeugungsarbeit in der Stadtverordnetenversammlung leisten. Wedewardt bezeichnet das als eine der größten Herausforderungen. Er geht davon aus, dass die Förderung für den Bau bei 90 Prozent liegen könnte.

Das Projekt bleibt äußerst ambitioniert. Sommerfeld hat knapp 1 400 Einwohner. Hinzu kommen rund 850 Beetzer und knapp 690 Bewohner von Hohenbruch. Daniel Wedewardt hat durchgerechnet: Um den Betrieb eines solchen Multifunktionsgeschäfts mit Waren für den täglichen Bedarf rentabel zu halten, müssten dort jede Woche 890 Menschen für zehn Euro einkaufen gehen. „Das ist realisierbar.“ Schon Heinz Frey, ein weiterer Initiator von Dorfläden, ging von einem Umsatz pro Jahr von 43 000 Euro aus. Damit wäre ein Gewinn von 30 000 Euro möglich, so Frey.

Wenn. Ein Wort, das in Sommerfeld entscheidend ist. Wenn die beabsichtigten 75 000 Euro per Erklärung nicht zusammenkommen, wird das Dorfladenprojekt wohl endgültig ad acta gelegt – trotz guter Absichten.

Post, Arzt und Apothekeauf der Wunschliste

244 Einwohner nahmen an einer Befragung 2017 teil. Die Jugend beteiligte sich kaum an der Umfrage. 84 Prozent beurteilen ihre derzeitige Einkaufsmöglichkeit als schlecht.

Neben einem Lebensmittelladen wünschten sich die Sommerfelder in erster Linie einen Postschalter (83 Prozent), eine Arztpraxis (76) und eine Apotheke (71) für ihren Ort.⇥win

Am 29.05.2019 schreibt der OGA:

Kremmen/Oberkrämer

Endspurt für das Dorfladenprojekt

Startkapital 75 000 Euro sollen bis Montag zusammenkommen. Wird das Ziel nicht erreicht, bedeutet dies das Aus für das ambitionierte Vorhaben in Sommerfeld. Von Marco Winkler


Knapp eine Woche dauert sie noch, die Frist für das Dorfladenprojekt in Sommerfeld. Es steht einiges auf dem Spiel. Die dahinter stehende Gruppe „Dorfladen Sommerfeld“ würde sagen, die künftige Lebensqualität der Ortsteile Sommerfeld, Hohenbruch und Beetz hänge davon ab. Sollten bis Montag, 3. Juni, keine 75 000 Euro zusammenkommen, wird das Vorhaben wohl ad acta gelegt.


Das Geld muss dabei nicht in Scheinform oder per Überweisung auf ein Konto fließen, sondern per Absichtserklärung zugesprochen werden. Daniel Wedewardt von der Gruppe und seine Mitstreiter wollen damit prüfen, wie groß der Rückhalt der Bevölkerung ist. „Es ist nun endlich an der Zeit, den echten Willen der Bürger zu hinterfragen“, sagt Daniel Wedewardt. Die Gruppe Engagierter kämpft seit Monaten dafür, dass ihr Ort einen kleinen Laden bekommt, der die Einwohner mit Waren des täglichen Bedarfs versorgen kann.


Mitten im Ort steh eine Art „Dorfladen-Meter“, der den aktuellen Stand verrät. Am Montag zeigte er knapp 30 000 Euro an. Viel Geld. Vor allem für drei kleine Dörfer. Kehrseite: Es ist nicht einmal die Hälfte des verlangten Betrages.


In der Facebook-Gruppe „Dorfladen in Sommerfeld“ mobilisiert die Gruppe deshalb, postet immer wieder einen aktuellen Stand. Die Hoffnungen auf den letzten Metern vor dem Ziel dürften jetzt aber vor allem auf einem großzügigen Finanzier ruhen, der noch einmal eine schlagkräftige Summe beisteuert.


Die 75 000 Euro sollen später – wann sie abgerufen werden, ist noch unklar – als Startkapital für das Projekt dienen. Jeweils 30 000 Euro sollen in die Ladenausstattung und die erste Warenlieferung fließen. Als Rücklage für Löhne und Sozialausgaben sind die restlichen 15 000 Euro gedacht. Erwartet werden dabei mindestens 200 Euro pro Absichtserklärung. Erst dann sei eine Identifikation mit dem Projekt gegeben, so Wedewardt.


Wer eine Absichtserklärung ausfüllen und unterschreiben möchte, wendet sich per E-Mail an Daniel Wedewardt unter dorfladen-sommerfeld@googlegroups.com

Der Dorfladen-Meter (hier ohne aktuellen Stand)⇥Foto: privat

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.124 Datum Mittwoch, den 29. Mai 2019 Seite Nr.7 Deep-Link-Referenznummer 43699645

Am 28.05.2019 ist im OGA zu lesen:

Landleben
Für das Dorfladenprojekt fehlt noch eine Menge Geld

Der Dorfladen-Meter (hier ohne aktuellen Stand)
Der Dorfladen-Meter (hier ohne aktuellen Stand) © Foto: privat

Teilen Twittern Marco Winkler / 28.05.2019, 17:01 Uhr Sommerfeld (MOZ) Knapp eine Woche dauert sie noch, die Frist für das Dorfladenprojekt in Sommerfeld. Es steht einiges auf dem Spiel. Die dahinter stehende Gruppe „Dorfladen Sommerfeld“ würde sagen, die künftige Lebensqualität der Ortsteile Sommerfeld, Hohenbruch und Beetz hänge davon ab. Sollten bis Montag, 3. Juni, keine 75 000 Euro zusammenkommen, wird das Vorhaben wohl ad acta gelegt.

Das Geld muss dabei nicht in Scheinform oder per Überweisung auf ein Konto fließen, sondern per Absichtserklärung zugesprochen werden. Daniel Wedewardt von der Gruppe und seine Mitstreiter wollen damit prüfen, wie groß der Rückhalt der Bevölkerung ist. „Es ist nun endlich an der Zeit, den echten Willen der Bürger zu hinterfragen“, sagt Daniel Wedewardt. Die Gruppe Engagierter kämpft seit Monaten dafür, dass ihr Ort einen kleinen Laden bekommt, der die Einwohner mit Waren des täglichen Bedarfs versorgen kann.

Mitten im Ort steh eine Art „Dorfladen-Meter“, der den aktuellen Stand verrät. Am Montag zeigte er knapp 30 000 Euro an. Viel Geld. Vor allem für drei kleine Dörfer. Kehrseite: Es ist nicht einmal die Hälfte des verlangten Betrages.

In der Facebook-Gruppe „Dorfladen in Sommerfeld“ mobilisiert die Gruppe deshalb, postet immer wieder einen aktuellen Stand. Die Hoffnungen auf den letzten Metern vor dem Ziel dürften jetzt aber vor allem auf einem großzügigen Finanzier ruhen, der noch einmal eine schlagkräftige Summe beisteuert.

Die 75 000 Euro sollen später – wann sie abgerufen werden, ist noch unklar – als Startkapital für das Projekt dienen. Jeweils 30 000 Euro sollen in die Ladenausstattung und die erste Warenlieferung fließen. Als Rücklage für Löhne und Sozialausgaben sind die restlichen 15 000 Euro gedacht. Erwartet werden dabei mindestens 200 Euro pro Absichtserklärung. Erst dann sei eine Identifikation mit dem Projekt gegeben, so Wedewardt.

Wer eine Absichtserklärung ausfüllen und unterschreiben möchte, wendet sich per E-Mail an Daniel Wedewardt unter dorfladen-sommerfeld@googlegroups.com

Jede Woche fürzehn Euro einkaufen

Sommerfeld hat knapp 1 400 Einwohner. Hinzu kommen 850 Beetzer und 690 Bewohner von Hohenbruch. Um den Betrieb eines Multifunktionsgeschäfts mit Waren für den täglichen Bedarf rentabel zu halten, müssten dort jede Woche 890 Menschen für zehn Euro einkaufen gehen.⇥win

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Und genau das ist das Problem; es reden zu viele über gute Absichten, aber setzen diese nicht um. Es werden bis MORGEN Abend (!) 75.000 € Startkapital benötigt. Um diese Summe aufzubringen, müssten 375 Sommerfelder bereit sein, je 200 € für das Dorfladenprojekt zu investieren. Wenn ich mir die Wahlstatistik vom letzten Wochenende anschaue, dürfte das. gemessen an der Einwohnerzahl eigentlich ein „Klacks“ sein. Ich habe gerade für meine Familie eine Absichtserklärung zur Beteiligung über 500,- € abgegeben.

Schaut man sich nun den Stand vom 30.05.2019 an

ist noch viel Luft nach oben. Selbst wenn wir nun aktuell mit dem Dorfladenprojekt die 50.000 €-Marke geknackt haben, reicht dies bei Weitem nicht aus, das Projekt fortzuführen.

Ich kann nur hoffen, dass viele Sommerfelder so denken wie ich… lieber spät als nie… und bis morgen Abend tatsächlich die restliche Investitionssumme – als Absichtserklärung (!) aufbringen.

Wie sagten schon die Musketiere: einer für alle, alle für einen!

Gemäß diesem Motto und der vielen „schlauen“ Sprüche liegt es in der Hand der Sommerfelder, autark für die Versorgung mit Lebensmittel zu sorgen und einen sozialen Treffpunkt zu schaffen oder weiterhin von dem „Gutwill“ der großen Supermarktketten abhängig zu sein.

Hier noch einmal die wichtigsten Informationen zum Dorfladenprojekt zusammengefasst.

Der Infobrief incl. Absichtserklärung

Vielleicht noch so viel zu den Fakten:

Es gibt für das Dorfladenprojelt professinelle Unterstützung von Volker Hahn. Herr Hahn hat bereits mehrere dieser Projekte erfolgreich durchgeführt.98 % der insgesamt 60 (!) gegründeten Läden haben die ersten 3 Jahre (existentiell) überlebt.

Weil die Bürger daran geglaubt haben und das Projekt tatkräftig unterstützt haben. Ich glaube auch an die Sommerfelder, sonst hätte ich nicht zur Kommunalwahl am 26.05.2019 kandidiert.

Enttäuscht mich und euch nicht; bis morgen Abend ist noch Zeit, das Projekt weiterzuführen!

Häufige Fragen und Antworten