Update 2 zur bevorstehenden Landratswahl in Oberhavel

Im OGA vom 20.11.2021 war auf Seite 3 die Frage gestellt worden „…was können sie besser als Ludger Weskamp?“

Hier die Antwort:

https://www.tobias-unbekannt.eu/wp-content/uploads/2021/11/Toennies-Busse-Rostock-und-Piehl.pdf

Und heute im OGA Teil 2 der Kandidatenvorstellung:

https://www.tobias-unbekannt.eu/wp-content/uploads/2021/11/Klimaschutz-ist-v-erbesserungswuerdig.pdf

Macht Euch selbst ein Bild und wählt am 28. November mit Bedacht.

2 Gedanken zu „Update 2 zur bevorstehenden Landratswahl in Oberhavel“

  1. OGA vom 23.11.2021
    Region im Blick

    Ideen für einen besseren ÖPNV

    Was wollen die Landratskandidaten von SPD, CDU, Grüne und AfD am Angebot ändern?
    *Teil 3* unserer Wahlserie.

    Wollen Landrat in Oberhavel werden: Alexander Tönnies (SPD), Clemens Rostock (Grüne), Sebastian Busse (CDU) und Vasco Piehl (AfD).

    Wie wollen sie den ÖPNV in Oberhavel verbessern?

    Am Sonntag ist Landratswahl in Oberhavel. Wird der Posten mit Alexander Tönnies in SPD-Hand bleiben, holt sich die CDU mit Sebastian Busse den Sieg, bekommt der Landkreis mit Clemens Rostock einen grünen Landrat oder holt Vasco Piehl von der AfD die meisten Stimmen? Zur Entscheidungsfindung für 179.000 Wählerinnen und Wählern haben wir die Kandidaten zu unterschiedlichen Themenkomplexen befragt. Im dritten Teil unserer Wahlserie geht es um den ÖPNV.

    Von Ruf- und Plus-Bus bis zum Brandenburg-Navi ist vieles möglich.

    Um den ist es im Landkreis eher nicht so gut bestellt. Das ausgestellte Zeugnis im Landkreisvergleich beinhaltet: zu geringe Pro-Kopf-Investitionen in den Ausbau, zu wenige neue Buslinien, zu wenige engmaschigen und damit attraktive Takte. Was muss sich also ändern, damit der ÖPNV attraktiver wird?

    CDU: Taktung verdichten

    Sebastian Busse sagt klar: „Der Takt im öffentlichen Nahverkehr muss dichter werden.“ Dazu müsse die Zusammenarbeit mit der Bahn und der OVG verbessert werden, zum Beispiel bei der Abstimmung der Fahrzeiten bei Anschlussbussen oder Zügen. „Nicht nur in ländlichen Bereichen muss das Netz des ÖPNV ausgebaut werden, sondern auch im städtischen Bereich“, so Kremmens amtierender Bürgermeister. „Lösungen oder Kompromisse können nur gefunden werden, wenn man sich an einen Tisch setzt und alle Möglichkeiten bespricht.“ Der CDU-Mann sieht viel Potential in Oberhavel. „Der vorliegende Nahverkehrsplan ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

    AfD: An die Kinder denken

    Vasco Piehl, er sitzt für die AfD im Gemeindeparlament des Löwenberger Landes, sagt, die Attraktivität des ÖPNV generiere sich in erster Linie aus dem Preis pro Fahrt. „Wo mehr Bedarf ist, muss mehr geschehen, wo keiner ist, weniger“, sagt er. „Gegen neue Konzepte habe ich auch nichts einzuwenden, wenn sie schon nachvollziehbar erprobt sind.“ Seine Priorität bei diesem Themenkomplex setzt er bei der Schulbeförderung. Wenn Kinder rund eine Stunde pro Fahrt im Schulbus verbringen, müsse dort angesetzt werden.

    Grüne: Effizient und für alle

    Einen ganz anderen Grundansatz wünscht sich Clemens Rostock. „Bisher wurde nur das gemacht, was man nach dem ÖPNV-Gesetz machen musste“, sagt der grüne Landtagsabgeordnete aus Hennigsdorf. „Das führte zum erwiesenermaßen schlechtesten Busangebot in ganz Brandenburg.“ Was muss sich ändern? „Stattdessen müssen wir schauen, wie wir möglichst effizient ein gutes Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger Oberhavels bereitstellen können. Denn ÖPNV ist Daseinsvorsorge.“

    Er will sich am Beispiel Potsdam-Mittelmark orientieren. „Das bedeutet mehr Buslinien für bessere Anbindungen, engere Takte und Angebote zu allen Tageszeiten.“ Dazu seien nicht nur neue Busse notwendig. „Es braucht gute Arbeitsbedingungen, um das Fahrpersonal zu finden, es braucht Investitionen in Fahrzeuge, Betriebshöfe und Personal. Dabei darf die Antriebswende, also die Umstellung auf emissionsfreie Busse, nicht vergessen werden.“

    SPD: Mehr Busse, mehr Bahnen

    Das Thema ebenfalls neu denken will Sozialdemokrat Alexander Tönnies – und zwar zügig, wie er sagt. „Unser Landkreis braucht einen noch besseren öffentlichen Nahverkehr, der mehr Busse auf die Straße und mehr Bahnen auf die Schiene bringt.“ Seine Devise: Orientierung am echten Bedarf der Menschen und umweltbewusstes Fahren. „Dabei dürfen zu Fuß gehen, Rad, Auto und ÖPNV nicht gegeneinander ausgespielt werden! Eine kluge Verkehrspolitik ist deshalb entscheidend, um die Mobilität in Oberhavel spürbar voranzubringen.“ Die OVG habe es in der Hand, Taktungen zu verbessern und neue Linien zu schaffen.

    Alexander Tönnies will bedarfsgerechte und zukunftsweisende Lösungen für Land und Stadt. „Ob mit dem Ausbau der Heidekrautbahn, besseren Verbindungen mit den S- und Regionalbahnen im Kreis, neuen Rufbus- und Plusbus-Linien: Um das zu schaffen, muss Oberhavel investieren.“ Er ist der einzige Kandidat, der eine Zahl nennt: Als Landrat wolle er dafür sorgen, dass jährlich zusätzliche 2,6 Millionen Euro in den ÖPNV fließen. Er will das Brandenburg-Navi als Mobilitätsplattform – Fürstenberg gehört gerade zum Pilotprojekt – im ganzen Kreis etablieren. Mit dem Navi lassen sich schnelle und klimafreundliche Wege ermitteln (Bus, Bahn, Fahrrad, Sharing-Angebote). Marco Winkler

    Unsere Wahlserie – im ersten Teil befragten wir alle Kandidaten zum Thema Verwaltung, Kompetenz und was sie besser machen würden als der amtierende Landrat Weskamp (SPD), der zum 1. Januar 2022 den Job als Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes antritt. In Teil 2 ging es um den Klimaschutz. Nach den Fragen zum ÖPNV, wird sich Teil 4 mit Bildung und Schulen beschäftigen. Erneut bekamen Alexander Tönnies, Sebastian Busse, Clemens Rostock und Vasco Piehl die gleichen Fragen für einen fairen Vergleich.

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