Update (2) zum Beitrag vom 21.11.2023; „AfD zeigt immer mehr ihr wahres Gesicht“

OGA vom 24. November 2023 OBERHAVEL

Vorwürfe von rechten Stadtverordneten widerlegt

Kriminalität 

Der Veltener Bahnhof gilt nicht als Hotspot für Delikte. Bei einem Raub in Oranienburg wurden ein Veltener und ein Leegebrucher festgenommen.

Von Roland Becker

Dass der rechtsextreme Stadtverordnete Robert Wolinski (Die Heimat, ehemals NPD) den Beamten die Aufforderung zum Schweigen über eine Straftat öffentlich vorwirft, wird für ihn Konsequenzen haben. Polizeisprecherin Dörte Röhrs bestätigte auf Nachfrage, dass mehrere Polizeibeamte gegen Wolinski Anzeige wegen Verleumdung beziehungsweise übler Nachrede gestellt haben.

Auch in einem anderen Punkt widerspricht die Polizei Wolinskis Darstellung. Mit der Frage: „Warum werden nicht am Hennigsdorfer Bahnhof nach Abreise die Tatverdächtigen via Nahfahndung gesucht?“, suggeriert er, dass es eine solche nicht gegeben hat. Die Polizeisprecherin hingegen versichert, dass die Nahbereichsfahndung sofort durch zwei Streifenwagen aufgenommen worden sei. 40 Minuten nach der Tat habe diese aber nicht zum Erfolg geführt.

Der Revierleiter war wie jedes Jahr eingeladen, den Stadtverordneten die Statistik vorzustellen.

Generell widerspricht Revierleiter Boye der vonseiten Wolinskis und der AfD aufgestellten Behauptung, dass das Veltener Bahnhofsumfeld ein Hotspot der Kriminalität ist: „Das ist es definitiv nicht. Wir haben die Lage unter Kontrolle.“ Dass sich dort als auch an bestimmten Plätzen benachbarter Städte Jugendliche treffen, sei der Polizei bekannt. Diese Gruppen bestehen laut Boye sowohl aus Migranten als auch aus Deutschen.

Auf Wolinskis Facebook-Post reagierte auch die Stadt Velten: „Die Verwaltung macht sich gemeinsam mit der Polizei seit Längerem ein Bild am Bahnhof und kann Angst schürende Aussagen nicht belegen.“

Abgesehen von der Straftat am 10. November gingen im bisherigen Jahresverlauf zwei Anzeigen bei der Polizei ein, die sich auf Raubstraftaten im Bahnhofsbereich beziehen. In einem Fall wurde ein deutscher Jugendlicher als Tatverdächtiger ermittelt. Der andere Fall ist noch nicht geklärt. Revierleiter Boye schließt dabei nicht aus, dass dieser noch nicht ermittelte Täter auch einen Migrationshintergrund haben kann.

Aufklären konnte die Polizei dieser Tage hingegen einen anderen Raub, bei dem das Opfer auch verletzt wurde. Am Mittwoch, 15. November, wurden sowohl ein Veltener als auch ein Leegebrucher festgenommen. Den 16- und 18-jährigen Deutschen – bei der Polizei mehrfach und einschlägig bekannt – wird vorgeworfen, am 29. Oktober gegen 20.30 Uhr am Louise-Henriette-Steg in Oranienburg aus einer Gruppe heraus einem Mann die Tasche geraubt und das darin befindliche Geld an sich genommen zu haben. Zudem sollen sie ihr Opfer geschlagen haben, sodass der Mann leicht verletzt wurde.

Die beiden Beschuldigten befinden sich jetzt hinter Gittern. Der Haftrichter ordnete für das Duo Untersuchungshaft an – eine nicht allzu häufig vorkommende Maßnahme. Der 16-Jährige wird mindestens bis Januar 2024 in der Jugendarrestanstalt Frostenwalde einsitzen, der 18-Jährige verbringt die Untersuchungshaft im Gefängnis Wriezen. Beide sollen aus finanziell gut situierten Familien stammen.

Sicherheit in Velten

Wie es um die Sicherheit in Velten steht, war am Mittwoch Thema im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung sein. Wie üblich, war Revierleiter Stefan Boye wieder dazu eingeladen, die Kriminalitätsstatistik 2022 für Velten vorzustellen und dabei auch auf die jüngsten Diskussionen zur Sicherheit rund um den Bahnhof einzugehen.

Auf der Plattform Facebook kündigt Robert Wolinski an: „Wir werden nicht schweigend zusehen. Nicht einfach hinnehmen. Nicht tatenlos bleiben.“ Wie er Letzteres meint, lässt der Stadtverordnete offen. In ihrem Facebook-Post weist die Stadtverwaltung Velten darauf hin, dass Wolinskis in Die Heimat umbenannte NPD „bereits 2017 vom Bundesverfassungsgericht als rechtsextrem eingestuft wurde“. Außerdem stellte das Gericht deren Verfassungsfeindlichkeit fest.

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Wie viele Fakten werden denn noch benötigt damit nun auch der letzte Bürger begreift, wie diese hier im Text genannten „Politiker“ ticken?

Weder die AfD noch deren Anhänger und Sympathiesanten kann man mit Fakten überzeugen, aber dem normal denkende Mensch sollte klar sein, mit welchen z.T. perfiden Methoden hier versucht wird Politik zu betreiben.

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