Archiv der Kategorie: Corona-Pandemie

Ab Mittwoch, den 14.04.2021 wird auch in Kremmen getestet

13.04.2021 Titel im OGA

Ein Stück Freiheit mehr im Kampf gegen Corona

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Hallenleiter Michael Lück, Dennis Gerber (Medica-OHV), Lukas Stark (L.S.Medical Service) und Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (von Links) mit dem Werbebanner.

Volkmar Ernst

Kremmen. Das Corona-Testzentrum in der Kremmener Stadtparkhalle geht am Mittwoch um 9 Uhr an den Start. Am Montag trafen sich Bürgermeister Sebastian Busse, die Chefs der Firmen, die die Testungen vornehmen, und der Hallenwart, um die letzten Absprachen zu treffen. Das Banner am Zaun zum Parkplatz ist befestigt. Nun kann der Testbetrieb aufgenommen werden. Mit drei Testplätzen geht es los. Je nach Bedarf können die Öffnungszeiten verlängert oder noch weitere Testtage angeboten werden. veb

Das Testzentrum finde ich in der aktuellen Corona-Situation vollkommen richtig, dennoch wäre es besser, wenn endlich für alle ein Impfangebot gemacht werden kann. Impfen ist die einzige Möglichkeit aktiv gegen das Coronavirus anzukämpfen und eine Herdenimmunität zu erlangen.

Schnell- und Selbsttests so wie Zähneputzen…

…. meint zumindest der OGA vom 27.02.2021 in seinem Beitrag:

27.02.2021 Thema des Tages

So wie Zähneputzen

Pandemie Schnell- und Selbsttests sollen helfen, Infektionsketten zu unterbrechen – so können sie im Alltag genutzt werden.

Von Hajo Zenker und Michael Gabel

So sehen die Utensilien für den Selbsttest aus.

Foto: Jens Schlueter/afp Previous Next M

ehr Schnelltests und ganz neu auch noch Selbsttests sollen der Verbreitung des Coronavirus entgegenwirken. Was wird das bringen, was wird das kosten? Fragen und Antworten.

Laientests helfen in einer
konkreten Situation, vor Konzertbesuchen oder Familienfeiern.

Jens Spahn Bundesgesundheitsminister

Kann ich mich mit einem Selbsttest von Corona-Maßnahmen befreien? Genau das soll nicht passieren. Für Lothar Wieler, den Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, sind Selbsttests „keine Wunderwaffe, aber ein weiteres Werkzeug“ in der Pandemiebekämpfung. Sie ergänzten Maßnahmen wie Abstand und Maske, könnten sie aber nicht ersetzen. Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) können die Laientests in einer konkreten Situation helfen, „etwa vor Konzert- oder Restaurantbesuchen oder auch vor Familienfeiern“. Letztlich folgt das der Überlegung, dass man mit vielen Tests mehr Ansteckungen entdeckt, so Infektionsketten unterbrechen kann, die Corona-Verbreitung einschränkt – bis viele Impfungen das Virus schließlich massiv ausbremsen.

Was werden Selbsttests kosten? Offizielle Verkaufspreise gibt es noch nicht. Zu erwarten sind Endverbraucherpreise von zehn bis 15 Euro. Ursprünglich wollte Spahn die Tests für einen Euro abgeben, was den Haushaltspolitikern von Union und SPD sauer aufstieß. Weshalb er nun die tatsächlichen Preise abwarten will. Danach müsse man ausrichten, „ob und in welchem Umfang bezuschusst werden sollte“.

Wo kommen die Tests her? Bisher zugelassen sind zwei chinesische Produkte sowie ein Test von Siemens Healthineers, der in den USA produziert wird. Siemens will zunächst Bund und Länder, etwa für Schulen und Pflegeheime, beliefern. Ab Mitte März werde es den Test für jedermann geben. Die chinesischen Produkte, offenbar millionenfach auf Lager, dürfte man früher bekommen. Drogerieketten wie dm oder Discounter wie Aldi erklärten, „schnellstmöglich“ oder „in Kürze“ Tests anzubieten.

Was ist der Unterschied von Schnelltests und Selbsttests? Schnelltests werden von geschultem Personal durchgeführt. Dieses nimmt mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen einen Abstrich. Das wird von vielen Getesteten als unangenehm empfunden. Dafür liegt dann im Unterschied zum genaueren PCR-Test bereits nach einer Viertelstunde ein Ergebnis vor. Das wird an das Gesundheitsamt gemeldet, man erhält einen Beleg. Den Selbsttest kann jeder allein durchführen. Bei den zugelassenen Tests reicht es, ein Bürstchen wenige Zentimeter in ein Nasenloch einzuführen, um eine Probe zu erhalten. Diese wird verdünnt und auf einen Teststreifen getropft. Dann wird auf ein rasches Ergebnis gewartet. Allerdings befinden sich unter den rund 50 Zulassungsanträgen auch Gurgel-, Spuck- und Lutschtests.

Wie sicher ist das? Auf dem Papier erstaunlich sicher. Siemens gibt an, dass in nicht einmal drei von 100 Tests ein falsch negatives Ergebnis vorkommen kann. Falsch positive Tests seien komplett ausgeschlossen. Aber das gilt nur, wenn die Gebrauchsanleitung befolgt wird. Die Notärztin Lisa Federle, die in Tübingen ein erfolgreiches Test-Konzept realisiert hat, fordert deshalb gute Aufklärung. Ein wichtiger Unterschied zu PCR ist, dass die Selbsttests vor allem bei hoher Viruslast anschlagen. Ein negativer Test muss also nicht heißen, dass man das Virus nicht schon in sich trägt.

Planen zum Beispiel Konzertveranstalter schon mit den Tests? Mit den Selbsttests nicht. „Mit Tests, die von Laien zu Hause durchgeführt werden, wird sich die erwartete Infektionssicherheit bei Veranstaltungen nicht gewährleisten lassen“, so der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, zu dieser Zeitung. Man benötige „Schnelltests, die von Gesundheitsämtern als valide anerkannt werden“. Die müssten von geschultem Personal vor Ort durchgeführt, die Ergebnisse aufgezeichnet werden. Loslegen wolle man so bald wie möglich. Nur seien die versprochenen Schnelltests noch nicht auf dem Markt. „An den Kosten wird sich der Staat allerdings beteiligen müssen, denn weder Besucher noch Veranstalter werden sie alleine tragen können.“

Was ist, wenn ich mir den Selbsttest nicht zutraue oder er mir zu teuer ist? Dann muss man darauf hoffen, dass die eigentlich von Jens Spahn bereits ab 1. März versprochenen kostenlosen Schnelltests in Testzentren, Praxen oder Apotheken doch noch kommen. Die Entscheidung darüber ist auf den 3. März verschoben worden. Für Lisa Federle jedenfalls ist massenhaftes Testen der richtige Weg. Testen müsse so selbstverständlich werden wie Zähneputzen.

In Brandenburg werden wieder Covid19-Impftermine vergeben

Auf der Website „Brandenburg impft!“ gibt es neue Informationen über das weitere Vorgehen zum Impfen gegen Covid19.

„Aktuell: Impftermine für Personen im Alter bis 64 mit Vorerkrankung oder Behinderung

Stand: 22.02.2021

Alle Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, bei denen aufgrund einer schweren Vorerkrankung oder Behinderung sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV-2 besteht (Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 Corona-Impfverordnung; zweite Stufe mit hoher Priorität laut Coronavirus-Impfverordnung), können über die

Sonderrufnummer 0331 / 23 18 97 07

ihren persönlichen Impftermin in einem der elf Impfzentren im Land Brandenburg vereinbaren.

Sie benötigen als Nachweis für die Impfberechtigung ein ärztliches Zeugnis von einer Ärztin bzw. einem Arzt.


Aktuell: Alle über 80-Jährigen werden mit einem Brief über Impfangebot informiert

Stand: 22.02.2021

Alle über 80-Jährigen Brandenburgerinnen und Brandenburger werden mit einem Brief über ihr Impfangebot informiert.

Sie werden jahrgangsweise in den nächsten Wochen persönlich angeschrieben und erhalten eine Sonderrufnummer, mit der sie ihre Termine individuell vereinbaren können. Die ersten Briefe an die ältesten noch nicht geimpften Bürgerinnen und Bürger werden Ende dieser Woche versendet. Hierzu wird auf die Daten der Einwohnermeldeämter zurückgegriffen.

In dem Schreiben wird eine spezielle Sonderrufnummer zur individuellen Terminvereinbarung mitgeteilt.“

Heute im OGA: Kremmen koordiniert Impf-Fahrten

„04.02.2021 S-Bahn-Gemeinden

Kremmen koordiniert Impf-Fahrten

Corona Alle, die nicht selbst zum Impfzentrum fahren können, und die, die helfen wollen, sollen sich bei der Stadt melden.

Für Ältere ist es häufig eine Herausforderung, zum Impfzentrum zu gelangen.

Marco Winkler

Kremmen. Die Stadt Kremmen will die Impfkampagne unterstützen und die Koordinierung von ehrenamtlichen Fahrdienstleistungen übernehmen. Das teilt Andrea Busse mit. Unter der Überschrift „Kremmen hält zusammen!“ ruft die Verwaltung Freiwillige, die Fahrdienste übernehmen können, dazu auf, sich zu melden. „Auch wenn bisher nur wenige Kremmener einen Impftermin gegen das Covid19-Virus vereinbaren konnten, werden mit zunehmender Verfügbarkeit des Impfstoffes viele Impfwillige vor eine Herausforderung gestellt“, heißt es aus der Verwaltung. „Wie komme ich zu meinen Terminen? Wer selbst nicht mehr fahren kann oder möchte und dem der ÖPNV zu beschwerlich ist, der ist auf Hilfe angewiesen. Die Verwaltung möchte hier unterstützen und Hilfe organisieren, wie sie es zu Beginn der Pandemie bereits mit der Koordinierung einer Einkaufshilfe getan hat.“ Bürgerinnen und Bürger sollen sich melden, wenn sie einen Fahrdienst für ältere oder in ihrer Mobilität beeinträchtigte Mitbürger übernehmen können, erklärt Andrea Busse.

Alle, die einen Impftermin vereinbart haben und nicht selbstständig ins Impfzentrum fahren können, sollen sich ebenfalls melden. Die Stadt sammelt alle Anfragen unter der Rufnummer 033055 9980 und koordiniert den Fahrdienst. red“

Harter Lockdown wird am 14.12.2020 in Brandenurg beschlossen

Hier die wichtigen Infos von rbb 24:

Harter Lockdown ab Mittwoch Brandenburg: Schüler sollten schon ab Montag zuhause betreut werden

13.12.20 | 14:35 Uhr

Die harten Lockdown-Maßnahmen sollen auch in Brandenburg ab Mittwoch gelten. Schüler und Schülerinnen sollten wenn möglich aber schon ab Montag zuhause bleiben. Der Brandenburger Ministerpräsident Woidke machte auf einer Pressekonferenz kaum Hoffnungen auf Lockerungen.

Das Brandenburger Kabinett will schon am Montag zusammenkommen, um die neuen Corona-Maßnahmen zu beschließen, die am Sonntag von Bund und Ländern bestimmt wurden. Die Maßnahmen sollen dann ab dem 16. Dezember in Kraft treten. Das sagte der Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Sonntag in Potsdam. Die Regeln würden zunächst bis zum 10. Januar gelten.

Ein Besonderheit gibt es: Der Präsenzunterricht an Schulen soll bereits am Montag ausgesetzt werden. Wer sein Kind zuhause betreuen könne, solle dies tun, sagte Woidke. Es gebe in der Schule aber eine Betreuungsmöglichkeit.

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Woidke: „Haben Trendwende mit Lockdown light leider nicht erreicht“

Woidke kündigte an, dass auch die Quarantäneverordnung verändert würde, diese beträfe dann auch das Nachbarland Polen.

„Das dies notwendig ist, liegt auf der Hand.“, sagte Woidke. „Wir sind heute das erste Mal mit einer Inzidenz von über 200 dabei. Sie hat heute hier das erste Mal überschritten.“ Es gebe auch eine Zunahme der Sterbefälle insgesamt in Brandenburg, sagte Woidke. Das seien allein in den letzten sieben Tagen 109 gewesen. „Wir haben es leider nicht geschafft die Trendwende mit dem Lockdown light zu erreichen.“

Die bestehenden Beschränkungen (z. B. Schließung Gaststätten und Kultureinrichtungen, Kontaktbeschränkung auf fünf Personen aus höchstens zwei Haushalte, wobei davon Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind) weiterhin und vorerst bis 10. Januar 2021 gelten.

Für die Weihnachtsfeiertage vom 24. Dezember bis 26. Dezember gilt, dass sich ein Haushalt unabhängig seiner eigenen Personenzahl mit maximal weiteren vier Personen treffen kann. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden dabei nicht mitgezählt. Damit soll gesichert werden. dass größere Familien nicht auseinandergerissen werden. Dringend wird daran appelliert, vor den Weihnachtstreffen Kontakte deutlich zu verringern („Schutzwoche“).

Landesweites An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr über die 5-er Begrenzung hinaus. Vorgesehen ist ein Feuerwerksverbot an publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik für Silvester wird untersagt. Von Feuerwerken wird grundsätzlich dringend abgeraten.

Der Einzel- und Großhandel sowie Einrichtungen mit Publikumsverkehr wird voraussichtlich ab 16.12.2020 bis zum 10.01.2021 geschlossen. Ausgenommen davon sind: Lebensmittelhandel, Tierbedarfshandel, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörakustiker, Sparkassen und Banken, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkaufsstellen, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten.

Körpernahe Dienstleistungen bleiben untersagt. Dies soll künftig auch für das Friseurhandwerk gelten. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Zur Schule ist vorgesehen: In der Woche vom 14.12 bis 18.12.2021 Aussetzen des Präsenzunterrichts, außer bei den Abschlussklassen und Förderschulen. Das bedeutet, wer sein Kind zu Hause betreuen kann, sollte das tun. In der Woche vom 4.1. bis 10.1.2021 ausschließlich Distanzunterricht außer bei den Abschlussklassen und Förderschulen. In dieser Zeit nach den Weihnachtsferien wird Notbetreuung gewährleistet.

Für Kita bleiben geöffnet. Eltern, die dies ermöglich können, sollten ihre Kinder aber zu Hause betreuen.

Home-Office soll großzügigen ermöglicht werden.

Lieferung und Abholung von Speisen bleibt möglich, jedoch kein Verzehr vor Ort. Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit.

Gottesdienste sind nur unter Einhaltung strenger Hygieneregeln möglich. Bei Bedarf ist ein Anmeldesystem zu gewährleisten.

Für Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sind besondere Maßnahmen zu treffen. Notwendig werden regelmäßige Tests in kurzen Abständen und das Tragen von FFP-2-Masken.

Dringend abgeraten wird vor nicht zwingend notwendigen Reisen im In- und Ausland. Bei Reisen in ausländische Risikogebiete gilt die Quarantänepflicht.

Ausgangsbeschränkungen gelten ab 22.00 Uhr. Für Heiligabend soll die Regelung erst später gelten. Auch für den Neujahrsmorgen sind mit 1 oder 2 Uhr andere Uhrzeiten im Gespräch.

Im Rahmen der MPK wurde vereinbart, das regionale Verschärfungen bei hohen Inzidenzen vorgenommen werden. Insofern werden die von den Landkreisen und kreisfreien Städten erlassenen weitergehenden Regelungen der Allgemeinverfügungen dort Bestand haben. Zugesichert wurde vom Bund eine umfassende Unterstützung betroffener Unternehmen.Vereinbart wurde auch, im Lichte der aktuellen Entwicklung am 5. Januar erneut im Rahmen der MPK zu beraten.

Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel / Landkreis erlässt Allgemeinverfügung

Landkreis erlässt Allgemeinverfügung


Kerstin Niendorf, Leiterin des Coronastabes in der Kreisverwaltung sagt: „Es macht sich bemerkbar, dass die Menschen in Oberhavel ihre Kontakte in den vergangenen Wochen deutlich reduziert haben. Das rasante exponentielle Wachstum konnte dadurch gestoppt werden. Leider steigt die Zahl der Infektionsfälle nach wie vor. Auch Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen sind weiter fast täglich betroffen. Das Niveau des Inzidenzwertes ist eindeutig zu hoch.“

Das macht insbesondere dem Gesundheitsamt zu schaffen. Aufgrund der in den vergangenen Wochen in der gesamten Bundesrepublik wie auch im Landkreis Oberhavel kontinuierlich gestiegenen Infektionszahlen wird die Kontaktnachverfolgung sowie die Gewährleistung der gesetzlichen Meldewege seitens des Gesundheitsamtes zunehmend problematisch. „Trotz des sehr hohen Arbeitseinsatzes der Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes stößt die Kreisverwaltung deshalb praktisch an die Grenzen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Pandemie. Daher sind weitere Maßnahmen im Landkreis unerlässlich“, erklärt Kerstin Niendorf.

Um auch künftig die Infektionsdynamik unter Kontrolle zu behalten, wird der Landkreis Oberhavel daher am Montag, 07.12.2020, eine „Allgemeinverfügung zur Isolation von Kontaktpersonen der Kategorie I, Verdachtspersonen und positiv getesteten Personen als Schutzmaßnahme zur Eindämmung und Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2“ erlassen. Die Verfügung gilt unmittelbar und – abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen – mindestens bis einschließlich zum 10.01.2021. Sie ist auf der Homepage des Landkreises unter www.oberhavel.de/corona veröffentlicht.

Auf der Grundlage dieser Allgemeinverfügung müssen sich Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt im Landkreis Oberhavel in häusliche Isolation begeben, sofern sie

  1. eine ärztliche oder gesundheitsamtlich veranlasste Mitteilung über einen Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall erhalten haben (Kontaktpersonen der Kategorie I),
  2. Symptome zeigen, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten, und sich auf ärztliche Empfehlung oder gesundheitsamtliche Anordnung einem Test auf SARS-CoV-2 unterzogen haben oder noch unterziehen werden (Verdachtspersonen), oder
  3. positiv auf SARS-CoV-2-Viren getestet wurden (positiv getestete Personen).

Die Isolationszeit beginnt für Kontaktpersonen unverzüglich nach Zugang der ärztlichen oder gesundheitsamtlich veranlassten Mitteilung sowie für Verdachtspersonen nach Zugang der Testanordnung beziehungsweise nach Vornahme des Tests. Für positiv getestete Personen beginnt die Isolationszeit unmittelbar nach Kenntnisnahme des Testergebnisses.

Positiv getestete Personen beziehungsweise bei Minderjährigen Erziehungsberechtigte oder Betreuer haben unverzüglich eine Liste zu erstellen und dem Gesundheitsamt zur Verfügung zu stellen, die die Namen, Anschriften und Telefonnummern derjenigen Personen enthält, mit denen seit den letzten zwei Tagen vor der Testung beziehungsweise vor Symptombeginn ein persönlicher Kontakt stattgefunden hat. Die Liste kann per E-Mail an ges.infektionsschutz@oberhavel.de gesendet werden.

Folgende Regeln gelten in der Isolation:

  1. Die Isolation muss in der Wohnung der betroffenen Person erfolgen. Dabei soll die betroffene Person eine räumliche Trennung zu den Personen beachten, die im gleichen Haushalt leben.
  2. Die betroffene Person darf die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamts nicht verlassen. Die Zustimmung ist auch erforderlich, wenn sich eine Kontaktperson der Kategorie I oder eine Verdachtsperson außer Haus begeben muss, um sich einem Test auf SARS-CoV-2 zu unterziehen. Der Aufenthalt in einem zur Wohnung gehörenden Garten, auf einer zugehörigen Terrasse oder einem zugehörigen Balkon ist alleine gestattet.
  3. Die betroffene Person darf keine Besucher aus anderen Haushalten empfangen. Das Gesundheitsamt kann im Einzelfall Ausnahmen zulassen.
  4. Alle betroffenen Personen müssen während der Isolationszeit ein Tagebuch führen, in dem – soweit möglich – zweimal täglich und mit einem Zeitabstand von mindestens sechs Stunden zwischen den Messungen die Körpertemperatur und – soweit vorhanden – der Verlauf von Symptomen sowie der Kontakt zu anderen Personen festzuhalten ist. Das Tagebuch steht zum Download auf der Webseite des Landkreises bereit unter www.oberhavel.de/corona.
  5. Weist eine Kontaktperson der Kategorie I Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion auf, muss sie unverzüglich das Gesundheitsamt informieren, und zwar unter der Telefonnummer 03301 601-3900 oder per E-Mail unter: ges.corona@oberhavel.de. Symptome sind insbesondere erhöhte Temperatur über 37,5 Grad und akute Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Geruchs- oder Geschmacksverlust.

Die Isolationszeit endet für Kontaktpersonen der Kategorie I nach Ablauf von mindestens zehn Tagen seit dem Tag, an dem der jeweils letzte Kontakt zwischen der betroffenen Person und dem bestätigten COVID-19-Fall festgestellt wurde. Wird die Kontaktperson der Kategorie I während der Isolationszeit negativ auf das SARS-CoV-2-Virus getestet (aufgrund ärztlicher Empfehlung oder gesundheitsamtlicher Anordnung), so gilt die Quarantäne als beendet. Dies gilt auch für Verdachtspersonen, die symptomatisch sind und aufgrund dessen negativ auf das SARS-CoV-2-Virus getestet wurden. Für positiv getestete Personen endet die Isolationszeit bei asymptomatischem Krankheitsverlauf zehn Tage nach dem Erstnachweis des Erregers und bei symptomatischem Krankheitsverlauf zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden.

Ausnahmen von der Isolationsanordnung sowie für Anordnungen im Zusammenhang mit medizinischem Personal (zum Beispiel in Fällen ausgewiesenen Personalmangels) oder Personal im Bereich der kritischen Infrastruktur erfolgen in Ausnahmefällen ausschließlich auf Antrag durch eine gesonderte Anordnung des Gesundheitsamtes.

Betroffene Personen, die den genannten Regelungen nicht nachkommen, können mit einem empfindlichen Bußgeld belegt werden.

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Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel / Landkreis erlässt Allgemeinverfügung