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Der OGA vom 23.01.2020 berichtet über die Mitglieder zahlen der Parteien in Oberhavel

Ich möchte auch zu solchen Themen zukünftig meine Meinung auf dieser Plattform äußern. Aktuell stelle ich meiner geneigten Leserschaft zunächst die Fakten, die der OGA hierfür recherchiert hat, zur Verfügung.

„Boom für die Grünen auch in Oberhavel

Politik Partei liegt beim Mitgliederzuwachs in Kreis und Land vorn. Auch die CDU wächst. Die SPD bleibt stabil, die Linke schrumpft. Von Klaus D. Grote


Die Grünen in Oberhavel segeln auf dem bundes- und landesweiten Trend. Die Mitgliederzahl im Landkreis wuchs innerhalb eines Jahres um 49 auf aktuell 174. „Wir wollen in diesem Jahr noch die 200 erreichen“, sagt die Co-Kreisvorsitzende Ingrid Hüchtker. „Grüne Themen bewegen gerade“, begründet die Zernikowerin den Zulauf. Das führte dazu, dass kürzlich die neuen Ortsverbände Mühlenbecker Land und Oberkrämer-Leegebruch gegründet wurden. Heute Abend trifft sich die Partei in Hohen Neuendorf zur Kreismitgliederversammlung des Jahres, um über grüne Themen zu beraten.


Der Zulauf neuer, vor allem junger Mitglieder habe im vergangenen Jahr begonnen und sei nicht erst auf die im Herbst besiegelte Regierungsbeteiligung in Brandenburg zurückzuführen, sagte die Landesvorsitzende der Grünen, Julia Schmidt aus Borgsdorf. „Wir haben unseren Fokus auf Klima und Umwelt und verbinden das mit Sozialverträglichkeit. Das spricht die Bevölkerung an. Und viele Menschen wollen sich engagieren“, sagt Julia Schmidt. Landesweit erlebten die Grünen 2019 einen Mitgliederzuwachs um 44,6 Prozent auf aktuell 1 979. „Wir wollen bis Ende 2021 die 3 000er-Marke knacken“, nennt Julia Schmidt das ehrgeizige Ziel der Grünen.
Mitgliederstärkste Partei in Oberhavel ist weiterhin die SPD. „Unsere Mitgliederzahlen bleiben stabil bei über 650 Mitgliedern. Im Jahr 2019 hatten wir 24 Ein- und 25 Austritte, elf Zu- und neun Wegzüge und sechs Todesfälle“, sagt die Kreisvorsitzende Andrea Suhr. Starke Verluste vermeldet dagegen die Linke Oberhavel. Mit 378 Mitgliedern ist sie nur noch die drittstärkste Partei im Kreis – hinter SPD und CDU. Vor einem Jahr waren es noch 410 Linke.
Über einen deutlichen Mitgliederzuwachs freut sich dagegen CDU-Kreischef Frank Bommert. Mit 514 Mitgliedern seien die Oberhaveler Christdemokraten hinter Potsdam-Mittelmark „vielleicht bald der zweitstärkste Verband in Brandenburg“.“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.19 Datum Donnerstag, den 23. Januar 2020 Seite Nr.1 Deep-Link-Referenznummer 60417764

Auf Seite 2 der Printausgabe wird der Artikel wie folgt fortgesetzt:

„Auch für die CDU geht es nach oben

Mitglieder Die Parteien in Oberhavel verzeichnen unterschiedlichen Zulauf. Die Satire-Partei wächst ebenfalls stark.


Oranienburg. „Es geht nach oben“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Frank Bommert und führt die wachsende Mitgliederzahl seiner Partei auf die Arbeit im Kreisverband zurück. Und hier nennt er zuerst die Kremmener Gespräche. Zuletzt war dort CDU-Rechtsaußen Hans-Georg Maaßen zu Gast. Es gebe in allen Ortsverbänden noch Potenzial für Wachstum, in Oranienburg sogar noch „richtig viel Luft nach oben“, sagte Bommert.
Ebenfalls stark wuchs Die Partei in Oberhavel: Von 59 Mitgliedern 2018 auf aktuell 96 Mitglieder, teilt Stefan Reckin mit. Die Freien Wähler Oberhavel zählen 58 Mitglieder. Der 2013 gegründete Kreisverband der AfD ist auf 160 Mitglieder angewachsen. Leichte Verluste vermeldet dagegen die FDP mit knapp 100 Mitgliedern. Der Rückgang sei auf säumige Beitragszahler zurückzuführen, sagt Kreischef Uwe Münchow. Auf dem Kreisparteitag am 29. Februar wolle er eine Initiative für Wachstum starten. Einige Ortsverbände hätten, gemessen an der Einwohnerzahl, „Luft nach oben“, so Münchow. Auch im Norden Oberhavels solle die FDP wachsen. Ein Ziel sei zudem, den Frauenanteil von derzeit 20 Prozent deutlich zu erhöhen.


Überalterte Partei

Den stärksten Mitgliederschwund in Oberhavel erlebt derzeit Die Linke. Der Rückgang sei vor allem auf Todesfälle zurückzuführen. „Unser Altersdurchschnitt ist hoch. Und die Neumitglieder konnten die Verluste nicht ausgleichen“, sagte Regine Friedemann aus der Kreisgeschäftsstelle. Immerhin gehören der Linken noch 378 Oberhaveler an.
Neben dem Zulauf konnten sich die Grünen im vergangenen Jahr vor allem über gute Wahlergebnisse freuen. Im Kreistag sind sie nun mit sieben Abgeordneten vertreten. Drei der zehn Landtagsabgeordnete kommen aus Oberhavel. Mit der in der Uckermark lebenden Fernsehmoderatorin Carla Kniestedt rückte im Dezember für den Wahlkreis 10 (Uckermark III/Oberhavel IV) eine weitere Grüne aus der Region in den Landtag nach.⇥kd“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.19 Datum Donnerstag, den 23. Januar 2020 Seite Nr.2 Deep-Link-Referenznummer 60476054

Die Grüne Woche in Berlin hat begonnen

Für die einen ist es die größte Messe für Ernährung und Landwirtschaft, für die anderen die größte „Freßmeile Europas“.

Hierzu hat sich natürlich auch der OGA geäußert:

Region im Blick

Alles Geschmackssache

Ernährungsmesse Die Oberhavel-Aussteller präsentieren sich auf der Grünen Woche in Berlin in einer vollkommen neu gestalteten Halle. Einige von ihnen fremdeln noch mit dem neuen Design. Von Conradin Walenciak


Komplett überzeugt ist Karl-Dietmar Plentz vom Konzept in der neu gestalteten Brandenburghalle noch nicht. Die Verkaufsstände sind neu angeordnet, optisch in rot, braun und grau gehalten. Die Gänge sind breiter angelegt, die Besucher haben dadurch mehr Platz.
„Die Veränderung ist für mich noch gewöhnungsbedürftig“, sagt der Chef der Bäckerei Plentz. Moderner und großzügiger soll die Halle wirken, was auch durchaus der Fall ist. Das sieht auch Plentz so. „Aber da unser Messeauftritt eher auf das Traditionelle setzt, müssen wir uns nun etwas umstellen.“ Berlins Regierender Bürgermeister findet den Stand der Bäckerei trotzdem. Ein kurzer Abstecher, ein schnelles Foto, dann muss Michael Müller auch schon weiter zum nächsten Aussteller.


Neue Oberhavel-Ecke


Direkt neben der Bühne, auf der am Eröffnungsfreitag das Landespolizeiorchester die Besucher unterhält, befindet sich die Oberhavel-Ecke. Hier locken Plentz, der Spargelhof Kremmen, die Milchmanufaktur Luisenhof aus Velten und wechselnde Aussteller am Oberhavel-Stand die Besucher an. Einmal um die Ecke herum ist auch noch der Bauernhof Koch aus Großmutz zu finden. „Wir sind sehr froh, dass das so geklappt hat“, freut sich Elfi Fischer aus dem Fachbereich Umwelt und Landwirtschaft des Landkreises. „Wir können so ein gemeinsames Bild für Oberhavel abgegeben. Eigentlich gibt es nur Gewinner.“
Allzu kritisch will deshalb auch Bäcker Plentz nicht mit dem neuen Hallen-Design umgehen: „Letztendlich wird die Brandenburghalle von den Menschen geprägt, die drin sind. Da ist es egal, wie die Marktstände aussehen.“ Dementsprechend hoffe er erneut auf interessante Tage auf der Grünen Woche, auf der die Bäckerei Plentz nun schon zum zwanzigsten Mal vertreten ist. „Ich kann trotzdem immer noch etwas Neues entdecken“, so der Schwantener, der sich auch immer mal wieder die Zeit nimmt, selbst die Messe zu erkunden.
Keine Gelegenheit dafür wird wohl wieder einmal Ronald Koch haben. Mit Kuchen und Wurstwaren will er auf seinen Bauernhof mit Café in Großmutz aufmerksam machen. „Unser Ziel ist es, den Besuchern unseren Hof schmackhaft zu machen“, sagt er. Dass das zwar Spaß mache, aber auch extrem anstrengend sei, verheimlicht er nicht. „Wenn die zehn Messetage vorbei sind, bin ich platt. Dann brauch’ ich erst einmal eine Pause.“


Bienenfleißige Kremmener


Am Eröffnungstag kann von Erschöpfung aber noch nicht die Rede sein. Bienenfleißig wird auch am Stand des Spargelhof Kremmen herumgewuselt, Anja Mink und Beate Gebauer reichen Häppchen, backen Waffeln und verkaufen Marmelade. Der diesjährige Auftritt der Kremmener steht passend dazu ganz im Zeichen der Biene.
„Wir wurden zuletzt von der Initiative ‚Echt grün – Eure Landwirte’ mit der Plakette ‚Bienenfreundlicher Landwirt’ ausgezeichnet“, freut sich Mink und gibt einem Kunden ein Päckchen Blühsamen mit auf den Weg. Mit diesen soll bald ein neuer Blühstreifen auf dem Kremmener Hof entstehen. „Extra für die Bienen.“ Was den Bienen hilft, soll gleichzeitig natürlich auch dem Umsatz des Spargelhofs zugute kommen. „Natürlich erhoffen wir uns auch neue Kooperationen und neue Kundschaft“, sagt Mink.


Erstmals auf der Grünen Woche dabei ist die Milchmanufaktur Luisenhof aus Velten. Vertriebsleiter Thomas Quasdorf kann deshalb einen komplett unvoreingenommenen Blick in die Brandenburghalle werfen. „Mir gefällt die Aufteilung“, sagt er. „Es wirkt luftig.“ Die ideale Gelegenheit also, gemeinsam mit den anderen Oberhavel-Ausstellern den Landkreis zu präsentieren. „Die Grüne Woche ist natürlich für jeden Händler auch sehr aufwändig“, sagt Quasdorf. „Aber das ist positiver Stress. Am Ende profitieren wir ja auch davon.“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.15 Datum Samstag, den 18. Januar 2020 Seite Nr.2 Deep-Link-Referenznummer 60165278″

Auch der Spargelhof Kremmen ist wieder auf der Grünen Woche vertreten. Bestimmt lobenswert ist es zu erwähnen, dass dort vieles für den Erhalt und den Schutz der Bienen unternommen wird. Es sollte aber berücksichtigt werden, dass der Spargelhof letztendlich ein Unternehmen ist, wie jedes andere und dem Markt unterliegt, also Geld verdienen muss. Hierfür werden ganz ander Felder bedient; der Spargelhof Kremmen ist auch auf dem politischen Parkett aktiv, immerhin ist der Geschäftsführer, Malte Voigts, auch für die CDU im Kremmener Stadtparlament vertreten. Und die Partei wird unterstützt wo es nur geht, z.B. bei der Abstimmung zur Duchführung des Musikfestivals „Restist to Exist“ im August 2019. Dieses wurde mit den Stimmen der CDU-Stadtverordneten letztendlich abgelehnt. Dafür bietet der Spargelhof Kremmen für den rechtskonservativen Flügel der CDU, der WerteUnion, öfters eine Plattform, ebenso für AfD-nahe Politiker.

Bei allem Engagement für den Umweltschutz und die Natur, also die Flora und Fauna, sollten mMn. die politischen Ambitionen nicht unerwähnt bleiben.

Ich halte sehr viel von den demokratischen Grundsätzen und von Meinungsfreiheit, sonst könnte ich mich hier auch nicht so äußern, aber wir haben gerade die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts begonnen. Mögen diese nicht enden wie die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts! Nur vom Zuschauen und Tolerieren werden wir dies nicht verhindern.

Euch allen viel Spaß und Erfolg auf der Grünen Woche in Berlin!

Starthilfe für Elektro-Offensive

Da gibt es so einen Artikel im OGA vom 30.12.2019 zum o.g. Thema. Diesen möchte ich natürlich nicht vorenthalten, denn er sollte zum Nachdenken anregen.

Auf Seite 11, der Themenseite „Wirtschaft“, ist zu lesen:

„Starthilfe für Elektro-Offensive

Autoindustrie Steuerliche Anreize machen es vom 1. Januar noch attraktiver, sich ein E-Auto als Firmenwagen anzuschaffen. Von Gerhard Bläske und Alexander Bögelein


Die deutsche Autoindustrie will 2020 mit Elektro- und Hybridfahrzeugen durchstarten. Die Bundesregierung unterstützt diese Pläne mit steuerlichen Anreizen – auch für Dienstwagen. Im zu Ende gehenden Jahr hat sich Deutschland nach einer Untersuchung des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach zum weltweit drittgrößten Markt für E-Autos entwickelt. Mit rund 110 000 Neuzulassungen, was einem Zuwachs von 49 Prozent entspricht, könnte erstmals die Marke von mehr als 3 Prozent Marktanteil von rein elektrischen Fahrzeugen und Plug-In-Hybriden überschritten werden.
In den größten Absatzmärkten, China und den USA, gehen die Neuzulassungen von E-Autos dagegen zurück. In China ist die staatliche Förderung gekürzt worden, daher wird der Absatz von E-Autos 2019 wohl auf 1,1 Mio. Fahrzeuge sinken. In den USA wird ein Minus von 5 Prozent auf 296 000 E-Autos erwartet.
In Deutschland unterstützt die Bundesregierung die E-Auto-Offensive der Hersteller. Nach der Einführung von Prämien für die Anschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen im Jahr 2016 (Umweltbonus), ist es seit dem 1. Januar 2019 auch attraktiver geworden, sich einen „grünen“ Dienstwagen zu bestellen. Bei der Pauschalversteuerung von Elektro- und Hybrid-Dienstwagen, die auch privat genutzt werden, wird seither der halbierte Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage herangezogen. Die bis Ende 2021 begrenzte Maßnahme ist bis zum Jahr 2030 verlängert worden.
Zudem hat die Bundesregierung noch einen draufgesetzt: Vom 1. Januar wird für reine Stromer nur noch ein Viertel des Bruttolistenpreises als Bemessungsgrundlage berücksichtigt. Das gilt aber nur, wenn der Bruttolistenpreis nicht mehr als 40 000 € beträgt. Wer sich 2019 ein reines Elektroauto angeschafft hat, der profitiert von 2020 an ebenfalls von der Neuregelung.
Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind die Neuzulassungen „echter Dienstwagen“ (ohne Kfz-Handel, Vermieter etc) mit Elektroantrieb im ersten Halbjahr 2019 um 58 Prozent auf 16 900 Pkw gewachsen. Der Gesamtmarkt legte nur um 40 Prozent zu. Der Anteil der Dienstwagen an den gesamten Elektro-Neuzulassungen stieg von 32 auf 36 Prozent. „Dienstwagen sind im Elektrobereich Vorreiter“, sagt der scheidende VDA-Präsident Bernhard Mattes. Interessant dabei ist außerdem, dass fast zwei Drittel der Dienstwagen mit alternativen Antrieben reine Elektrofahrzeuge sind.
Für viele Arbeitnehmer sind Dienstwagen ein Privileg, das den Arbeitgeber attraktiver macht. Besonders interessant für viele ist es, wenn sie das Fahrzeug auch privat nutzen können. Sie haben dann oft ein standesgemäßes Modell, das auf dem neuesten Stand ist und regelmäßig ausgetauscht wird. Ein zusätzlicher Anreiz ist es, wenn Arbeitgeber die Kosten für Benzin, Versicherungen und Wartung übernehmen.
Doch der geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung muss versteuert werden. Hier setzen die steuerlichen Maßnahmen für E-Autos an. Wer sich aus ökologischen Gründen für ein Elektro- oder Hybridauto als Dienstwagen entscheidet, für den soll sich das auch ökonomisch auszahlen.
„Der Klimawandel ist auch bei Fuhrparkmanagern ein großes Thema“, sagt Christian Götze, von der Steuer- und Wirtschaftsberatung Ecovis. „Gerade jungen Menschen ist das wichtig. Und für die Unternehmen ist das auch ein Imagegewinn“, fügt er hinzu.
Der VDA ist überzeugt, dass die steuerlichen Sonderregelungen die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben beflügeln werden. Unternehmer und Nutzer hätten nun Planungssicherheit. „Dienstwagen haben beim Hochlauf der Elektromobilität eine Vorreiterrolle“, sagt Mattes.
Der VDA-Präsident teilt Götzes Sicht und glaubt, dass immer mehr Unternehmen, Fuhrparkmanager und Dienstwagennutzer sich für ein Elektroauto entscheiden. Das wirke sich positiv auf den Gesamtabsatz solcher Fahrzeuge aus: „Dienstwagen sind grundsätzlich „Schnelldreher“. Sie kommen bereits nach zwei bis drei Jahren als Angebote auf den Gebrauchtwagenmarkt und werden dann meist von privaten Haltern erworben.“ Der Verband der Automobilindustrie erwartet 2020 einen Schub für Elektro-Dienstwagen.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.302 Datum Montag, den 30. Dezember 2019 Seite Nr.11 Deep-Link-Referenznummer 59267677

Für mich stellt sich die Frage: Geht eigentlich noch mehr Lobbyarbeit?

Wie schizophren ist die Automobilindustrie eigentlich wirklich? Zunächst wird alles abgelehnt, was irgendwie nach Elektroantrieb aussieht. Es wird an Altem und Bewährtem (Verbrennungsmotor mit fossilen Brennstoffen) zunächst festgehalten. Nachdem führende Automobilhersteller doch Autos mit eben diesen Antrieben marktreif auslieferten und die Bundesregierung nun doch ihren Forderungen Nachdruck verleiht, geht es so langsam los – es kommt Bewegung in den E-Automarkt.

Umweltschutz kann nicht wirklich der Gedanke daran sein, oder wird den Nutzern von E-Autos vorgeschrieben, dass der Strom, mit dem die Batterien geladen werden, aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss? Woher kommen eigentlich die Materialien für die Batterien? Wie lang ist die Lebensdauer genau dieser und wie erfolgt das Recycling?

Wäre es nicht besser, nach Alternativen zu suchen? Zum Beispiel dem Wasserstoffantrieb? Den gibt es übrigens schon seit vielen Jahren… Hier ist aber der ganze petrolchemische Industriezweig außen vor! Der wird für diese Brennstoffe nicht mehr geraucht. Huch… Gibt es da nicht auch Lobbyisten?

Wie geht die Bundesregierung mit denen um?

Ich sag ja, eigentlich ein interessanter Artikel…

Ab heute stehen die gelben Tonnen vor der Tür

Der OGA vom 01.10.2019 berichtet über:

„Ab heute stehen die gelben Tonnen vor der Tür

Start Bis Dezember erhalten 75 000 Privathaushalte in Oberhavel die neuen Müllbehälter. Ein Code soll die falsche Nutzung der Tonne verhindern. Von Wiebke Wollek

Die Tage der gelben Säcke sind gezählt. Ab dem 1. Januar 2020 werden sie durch die gelbe Tonne ersetzt. Damit zum Starttermin alle Privathaushalte eine gelbe Tonne vor der Tür haben, beginnt der Neuruppiner Hersteller ESE GmbH ab heute mit der Auslieferung. Als erstes bekommen die Kremmener ihre Behälter, es folgen Oberkrämer, Hennigsdorf, Velten, Leegebruch und Hohen Neuendorf. Ab Anfang November ist dann Birkenwerder an der Reihe, danach Glienicke, die Gemeinde Mühlenbecker Land, Oranienburg und Liebenwalde. Im Dezember bekommen schließlich die Haushalte im Löwenberger Land, Zehdenick, Gransee und Fürstenberg die gelben Tonnen.

Die Anlieferung zu den insgesamt rund 75 000 Privathaushalten im Landkreis Oberhavel erfolgt automatisch und kostenfrei, ebenso die Entleerung alle zwei Wochen. Die Tonne muss auch nicht angefordert werden. Gewerbetreibende können die gelbe Tonne ebenfalls bekommen, müssen diese aber bei der AWU anfordern.

Durch die Neuerung werden im Kreis 7,75 Millionen gelbe Säcke eingespart. Landrat Ludger Weskamp (SPD) erläuterte am Montag gemeinsam mit Mitarbeitern der AWU-Abfallwirtschaft in Velten Details zur gelben Tonne. Jede ist mit einem Adressaufkleber und einem Scancode versehen, damit sie eindeutig zugeordnet werden kann. So solle auch verhindert werden, dass Abfälle in der 240-Liter-Tonne landen, die nicht dorthin gehören, wie Bauschutt oder Nahrungsreste, sagte AWU-Geschäftsführer Manfred Speder. In der gelben Tonne werden ausschließlich leere Verpackungen entsorgt, es gelten die gleichen Bestimmungen wie für den gelben Sack.

Die Vorteile der Tonne liegen auf der Hand: Sie bestehen fast vollständig aus wiederverwendbarem Kunststoff und sie werden nicht vom Wind auf die Straße geweht oder von Tieren zerfleddert. Toll für alle Verkehrsteilnehmer: Da die Tonnen nicht per Hand geleert werden, kommen die Müllfahrzeuge schneller durch die Straßen.“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.229 Datum Dienstag, den 01. Oktober 2019 Seite Nr.1 Deep-Link-Referenznummer 54130514

Kremmens neue Repräsentantin

…. nicht was Ihr gleich denkt. Nein, Herr Busse ist weiter unser Bürgermeister. Aber am Wochenende wurde ein Wechsel der Ernteköniginnen angekündigt.

Doch lest selbst, was darüber im OGA von Heute verkündet wurde.

Kremmens neue Repräsentantin

Amtswechsel Madline Fojut ist als Erntekönigin die Nachfolgerin von Lara Volgnandt. Für die 29-Jährige ist es der zweite Versuch, für ein Jahr das Werbegesicht der Region zu werden. Von Sophie Schade


Kremmen hat eine neue Erntekönigin. Am Sonntag wurde sie auf der Tourismusmesse auf dem Spargelhof Kremmen offiziell vorgestellt. Madline Fojut ist die 18. Regentin, die ein Jahr lang Kremmens Gesicht für die Außenwelt sein wird. Am 1. September tritt sie ihr neues Amt an.

In einem silbernen Kleid mit hellblauen Stickereien nahm sie am Sonntag Schärpe und Blumenkranz und damit ganz offiziell das Amt der Erntekönigin für die Saison 2019/2020 entgegen. Nach einigen Dankesreden an die aktuelle Erntekönigin wurde das Geheimnis um ihre Person gelüftet.

Ein wenig aufgeregt wirkte sie in ihrer ersten Ansprache noch, doch ihre Vorgängerin Lara Volgnandt stand ihr vor dem Publikum auf dem Spargelhof zur Seite und wünschte ihr unvergessliche Erfahrungen und Erlebnisse für ihre Regentschaft.

Mit 29 Jahren ist Madline Fojut gut zehn Jahre älter als ihre Vorgängerin. Bis 2015 war die geborene Hennigsdorferin, die seit 2001 in Kremmen lebt, außerdem aktive Fußballerin in verschiedenen Vereinen. Dann wurde sie schwanger und brachte 2016 Töchterchen Mila zur Welt. Bisher drehte sich ihr Alltag komplett um die Kleine.

Zweiter Versuch nach Ablehnung

Zeit zum Kicken bleibt da nicht mehr, ihre Rolle als Mutter füllt sie neben ihrer Arbeit als Drogistin in einer Berliner Drogerie komplett aus. Bei diesem straffen Zeitplan schätzt Madline Fojut die Ruhe und Idylle, die sie in ihrer Heimat Kremmen findet. „Wenn ich von einem langen Arbeitstag in der hektischen Hauptstadt nach Hause komme, genieße ich die Entspannung.“

Dass sie sich zu Hause so wohl fühlt, war für sie auch die Motivation, sich für das Amt der Erntekönigin zu bewerben und die Region damit nicht nur auf diversen Dorffesten, sondern zum Beispiel auch auf Tourismusmessen zu repräsentieren. Vor zweieinhalb Jahren hatte sie sich schon einmal beworben, wurde damals aber wegen des noch sehr jungen Nachwuchses vertröstet. Verheiratet ist Madline Fojut nicht, aber in festen Händen.

Der Sommersonntag war aber erst komplett mit einem großen Stück Erdbeerkuchen. Wie gut, dass es den bei der Tourismusbörse in Mengen gab. Als Dankeschön an den Schlagersänger Frank Zander für das Gänsebratenessen, das er alljährlich kurz vor Weihnachten für Obdachlose in Berlin ausrichtet, lud ihn das Team vom Kremmener Spargelhof am Sonntag auf einen Erdbeerkuchen ein: 140 Kilogramm schwer, davon 75 Kilogramm Erdbeeren.

Nachdem das Teig-Früchte-Monstrum mit einem Trecker auf einen Tisch gehievt wurde, schnitt Frank Zander mit Schlagersänger Frank Schöbel, Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) und Kremmens Erntekönigin Lara Volgnandt den Kuchen an und verteilte großzügige Stücken an die Besucher der Messe, die in langen Schlangen anstanden. Der Spargelhof spendete 1 500 Euro fürs Obdachlosenessen.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.139 Datum Dienstag, den 18. Juni 2019 Seite Nr.6 Deep-Link-Referenznummer 44512420

Punks wollen Kremmener Festival vor Gericht retten

Ich finde diese Nachricht, die gleichzeitig der Aufmacher des heutigen OGA war, insbesondere für Kremmen sehr interessant und bemerkenswert. Deshalb stelle ich diese Information allen interessierten Lesern meines Blogs zur Verfügung.

Genehmigungsprobleme

Die Bauaufsicht droht den Veranstaltern mit Zwangsgeldern. Die Organisatoren klagen die Rechtsauffassung des Kreises an. Von Marco Winkler


Dem Punkfestival „Resist to Exist“, das Anfang August zum vierten Mal in Kremmen stattfinden soll, droht das Aus. Der veranstaltende Alternati-Verein aus Berlin will deshalb mit einem Eilverfahren vors Verwaltungsgericht Potsdam ziehen.

Wie der Verein mitteilt, habe die untere Bauaufsicht des Landkreises eine Ordnungsverfügung für den Veranstaltungsort erteilt. Diese stelle „die Nutzung der landwirtschaftlichen Bauten, das Ausweisen von Zeltflächen und das Errichten von Zelten zum Zwecke der Übernachtung, das Errichten von Verkaufsständen sowie das Einfrieden des Geländes mittels Bauzäunen unter Strafe“. Damit sei das selbstorganisierte und nicht-kommerzielle Festival „nicht mehr möglich“. Abgesagt hat der Verein das Event bisher nicht. Kreissprecherin Constanze Gatzke bestätigte die Ordnungsverfügung auf Nachfrage: „Für Zuwiderhandlungen wurden Zwangsgelder angedroht.“ Camping, Verkaufsstände, Zäune – das alles sei nun „formell baurechtswidrig“.

Der Verein will gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen. Die Rechtsauffassung des Kreises entspreche nicht der Brandenburgischen Bauordnung. „Es ist uns unverständlich, wie die untere Bauaufsichtsbehörde von einer baulichen Umnutzung der Bauten sprechen kann, da wir lediglich einen Unterstand für Kühe temporär in eine provisorische Kantine für unsere Helfer verwandeln“, sagt Wolfgang Kunwald, technischer Festival-Leiter.

Das Festival steht schon seit vorigem Jahr auf der Kippe, als die Organisatoren nur noch eine Ausnahmegenehmigung fürs Musikereignis erhielten. „Da das Festival regelmäßig, nunmehr jährlich, stattfinden soll, stellt die Nutzung der landwirtschaftlichen Gebäude dafür eine baugenehmigungspflichtige Nutzungsänderung dar“, teilte der Kreis mit. In mehreren Gesprächen sei das dem Veranstalter kommuniziert worden.

Im Januar 2019 beschlossen die Stadtverordneten in Kremmen die Aufstellung eines dementsprechenden Bebauungsplans. „Wir haben den Weg geebnet, damit das Festival weiter in Kremmen stattfinden kann“, sagte Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) auf Nachfrage am Montag. „Für die Erstellung des B-Plans ist der Veranstalter zuständig.“ Und der ist säumig. Kreissprecherin Constanze Gatzke über den aktuellen Stand: „Eine Baugenehmigung wurde bislang weder beantragt noch erteilt.“

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.139 Datum Dienstag, den 18. Juni 2019 Seite Nr.1 Deep-Link-Referenznummer 44513222

Für mich stellt sich nach dieser Lektüre die Frage: wiehert hier der Amtsschimmel besonders laut, oder hat hier jemand von der unteren Baubehörde ein Problem mit dem Festival?

Natürlich sind gesetzliche Regelungen zur Einhaltung geschaffen; hier handelt sich aber nicht um eine feste Installation von Bauwerken, sondern lediglich um eine zeitlich sehr eingeschränkte Veranstaltung. Zelte sind übringens ortsveränderlich und fallen somit unter andere Regelungen, als Holzhütten oder gar Steinbauten. Eine letzte Frage sei noch gestattet: wem gehört der Grund und Boden?

Ich glaube hier nicht das Wiehern eines (Amts)Schimmels, sondern eher IA-Rufe eines Esels zu hören….

Pflegekammer soll mehr Durchschlagskraft bringen

Im folgenden Artikel im OGA vom 15./16.06.2019 wird informiert, dass es endlich – zumindest in einigen Bundesländern – Pflegekammern gibt, die sich nun bundesweit organisieren möchten, damit „die größte Berufsgruppe im Gesundheitwesen“ bundesweit ihre Interessen vertreten kann.

Pflegekammer soll mehr Durchschlagskraft bringen

Interessenvertretung Die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen will sich bundesweit organisieren, um einen zentralen Ansprechpartner für die Politik zu haben. Von Hajo Zenker

Eine bundesweite Vertretung für die rund anderthalb Millionen Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege in Deutschland ist ein Stück näher gerückt: Am Freitag gründeten die Landespflegekammern aus Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie der Deutsche Pflegerat in Berlin eine Pflegekammerkonferenz. Sie soll ab sofort die Interessen der größten Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen vertreten und die Gründung einer Bundespflegekammer vorbereiten – analog zur Bundesärztekammer oder zur Bundesapothekerkammer.

„Die professionell Pflegenden brauchen endlich eine kraftvolle Stimme auf Bundesebene“, sagte die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Sandra Mehmecke. Auch der Präsident der Landespflegekammer Rheinland Pfalz, Markus Mai, betonte, es sei „höchste Zeit, die Anliegen der Pflegekräfte auf die Bundesebene zu bringen“. Er verwies darauf, dass mit einem Schlag nun 250 000 professionelle Pflegekräfte mit einer mindestens dreijährigen Ausbildung in Berlin eine Vertretung hätten.

Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, des Dachverbandes von Berufsverbänden des Pflege- und Hebammenwesens, erklärte, sein Verband unterstütze die drei Kammern „als starker und erfahrener Vertreter auf Bundesebene“. Alle Gründungsmitglieder betonten, es sei wichtig „Gesetzgebungsprozesse auf Bundesebene im Interesse der Pflegefachpersonen und der Pflegebedürftigen zu beeinflussen“.

Das neue Gremium soll sich allerdings nicht nur um die Lobbyarbeit in der Bundeshauptstadt kümmern. Es gehe auch darum, die von Land zu Land unterschiedlichen Berufs- und Weiterbildungsordnungen für die Pflegeberufe abzustimmen und zu harmonisieren. Zudem soll das neue Gremium die Bildung weiterer Landespflegekammern, aktuell vor allem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, unterstützen.

Der langjährige Präsident des Pflegerates und heutige Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Idee einer Bundespflegekammer seit langem propagiert, um „sicherzustellen, dass die in der Pflege Tätigen in allen Fragen der Gesundheitspolitik verpflichtend zu beteiligen sind“. Er bezeichnete den Schritt am Freitag denn auch als überfällig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt die Kammergründung ebenfalls, „weil Pflege eine gute Interessenvertretung braucht“. Zustimmung kam auch von der Opposition. Die Grünen-Pflegeexpertin Kordula Schulz-Asche sprach von einem „historischen Tag für die Pflege in Deutschland“. Eine Bundespflegekammer sei „eine Grundvoraussetzung für die moderne Weiterentwicklung des Berufs in Zeiten des demografischen und gesellschaftlichen Wandels“. Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Westig, nannte die Gründung der Spitzenorganisation ein wichtiges Signal. Im Vergleich zu anderen Branchen fehle es der Pflege „an einer starken, organisierten Stimme“. Die Kammer könne „ein wichtiger Akteur sein, um die Pflegekräfte bei ihrem Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung zu unterstützen“.

Wie stark die Interessenvertretung tatsächlich wird, muss sich aber noch zeigen. Mehrere Bundesländer haben sich gegen eine Kammer entschieden, andere denken noch darüber nach.

Franz Wagner jedenfalls wünscht sich eine möglichst breite Beteiligung. Denn es fehle dem Berufsstand bisher „an der politischen Durchschlagskraft“.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.137 Datum Samstag, den 15. Juni 2019 Seite Nr.25 Deep-Link-Referenznummer 44472620

Freie Wähler wollen Lebensmittel zur Tafel leiten

Der OGA vom 05.06.019 titelt mit dieser Überschrift und zeigt auf, wie die Freien Wähler aktiv etwas zur Abfallvermeidung beitragen und Zwangsmaßnahmen im Kampf gegen die Verschwendung fordern.

Von Mathias Hausding


Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung durch Unternehmen fordern die Freien Wähler eine Bundesratsinitiative des Landes Brandenburg. Supermärkte, Restaurants, Konservenproduzenten und etwa der Obstgroßhandel sollen bundesweit dazu verpflichtet werden, noch genießbare Lebensmittel vor einer Entsorgung wohltätigen Organisationen kostenlos anzubieten, sagte der Landtagsabgeordnete Péter Vida am Dienstag.


In Frankreich, Tschechien, Italien und Dänemark gebe es bereits diese oder ähnliche Regeln. Deutschland müsse nachziehen, findet Vida. Deshalb hat er einen entsprechenden Antrag für die kommende Landtagssitzung erarbeitet. „Rechtliche Risiken für die spendenden Unternehmen, einschließlich etwaiger steuerlicher Nachteile, sind zu beseitigen“, ergänzte der Abgeordnete.


In seinen Augen wäre die Pflicht, überflüssige Lebensmittel als kostenlose Spende anzubieten, deutlich sinnvoller als die derzeit angestrebte Legalisierung des „Containerns“. Bislang ist es strafbar, Lebensmittel aus dem Müll der Supermärkte zu nehmen. Die Justizminister der Länder wollen das ändern. Laut Vida müssten Menschen in vielen Fällen jedoch weiterhin Hausfriedensbruch begehen, um dann auf dem Unternehmensgelände „legal“ an Joghurt oder Käse zu kommen. Außerdem sei es unhygienisch, Lebensmittel in den Müll zu werfen, um sie anschließend wieder herauszuholen.


Péter Vida schlägt vor, das Anbieten der Lebensmittel über eine bundesweite Internetseite zu organisieren. „Nur wenn sich kurzfristig kein Abnehmer findet, dürfen die Lebensmittel entsorgt werden.“ Denkbar sei, kleine Unternehmen wegen des damit verbundenen Aufwands von der Regelung auszunehmen.


Bei den Verbraucherschutzministern der Länder steht das Thema inzwischen auch auf der Liste. Im Protokoll zu ihrer jüngsten Konferenz Ende Mai in Mainz ist vermerkt, dass man sich vom Bund Schritte hin zu einer Pflicht wünscht, noch genießbare Lebensmittel abzugeben.

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.129 Datum Mittwoch, den 05. Juni 2019 Seite Nr.28 Deep-Link-Referenznummer 43706917

Neue Gesundheitsakten mit alten Daten – Was soll das?

Im OGA vom 21.05.2019 ist folgender Artikel erschienen:

Themen des Tages/Politik

Neue Gesundheitsakten mit alten Daten

Digitalisierung Millionen Versicherte könnten bereits ihre Krankengeschichte auf dem Smartphone dabei haben. Bis das wirklich sinnvoll ist, wird noch einige Zeit vergehen.

Berlin. Ab sofort können gut zehn Millionen Versicherte der größten deutschen Krankenkasse TK ihre Gesundheitsdaten auf dem Smartphone bei sich tragen. Die Kasse hat am Montag ihre App TK-Safe für all ihre Versicherten geöffnet. Bisher gab es eine Testversion mit zuletzt 160 000 Nutzern. TK-Chef Jens Baas spricht von einem „Ansturm“, der zeige, wie groß der Bedarf sei. Und die App werde nicht einfach nur probeweise heruntergeladen – „sie wird auch wirklich benutzt“.

Das Ganze hat aber einen Haken: Die Angaben über Medikamente, Arztbesuche, Impfungen sind Monate alt. Denn die Daten nehmen einen Umweg – über die Abrechnungen der Kasse. Die brauchen lange, etwa sechs bis neun Monate. In dieser Zeit kann in Sachen Gesundheit schon viel passiert sein. Es wäre also vorteilhafter, wenn ein Arzt neue Befunde direkt in die Akte sendet. Doch mit dem Anschluss an die nötige Infrastruktur hapert es.

Von 176 000 Arztpraxen sind bisher lediglich 64 000 mit der Technik versorgt. Dabei sollen eigentlich am 1. Juli alle Praxen verbunden sein. Gab es zunächst Probleme mit der Lieferfähigkeit der Hersteller, scheint es nun eine Verweigerungshaltung in Teilen der Ärzteschaft zu geben. Noch sind die Mediziner zudem nicht verpflichtet, die Akten zu befüllen. Das steht erst im „Digitale Versorgung Gesetz“, dessen Entwurf ist wenige Tage alt. Nachdem die Kassen bereits verpflichtet wurden, ab 2021 eine elektronische Patientenakte (ePA) anzubieten, müssen ab diesem Zeitpunkt die Ärzte diese gegen Honorar füllen. Allerdings: Bei den aktuellen Apps handelt es sich noch nicht um die gesetzliche ePA. Für die gibt es genormte Inhalte und Schnittstellen. Die TK redet deshalb bei TK-Safe von einer Gesundheitsakte. Wie die Anbieter der App Vivy, die 21 gesetzliche und vier private Kassen 17,7 Millionen Mitgliedern anbieten. „Eine sehr positive sechsstellige Zahl“ nutzt das. Im ersten Halbjahr 2020 folgt, nach Pilotprojekten, bundesweit die AOK.

Den Pflichtteil der ePA zu programmieren, genehmigt zu bekommen und mit der Kür, also der eigenständig gestalteten Gesundheitsakte, bis zum 1.1.2021 zu verbinden, ist für Barmer-Chef Christoph Straub „ambitioniert“. Die Barmer hatte sich bereits 2007 an einer Digitalakte versucht – als europaweiter Vorreiter. Und war damit gescheitert. Nun ist die Ausschreibung für eine ePA gestartet worden, im Oktober soll der Zuschlag erfolgen.

In die Digitalakte, die es ursprünglich bereits seit 2006 geben sollte, ist also Bewegung gekommen. Bis sie aber selbstverständlich ist, kann es dauern. Selbst im digitalen Vorzeigestaat Estland habe es acht Jahre gebraucht, so Straub, „bis die elektronische Patientenakte im Alltag angekommen ist“. ⇥Hajo Zenker
TK-Chef Jens Baas präsentiert die App TK-Safe, die jetzt zur Verfügung steht. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.117 Datum Dienstag, den 21. Mai 2019 Seite Nr.22 Deep-Link-Referenznummer 43364975

Hier stellt sich doch die Frage nach der Praktikabilität bzw. dem Aktionismus einer Krankenkasse?

Es gibt kein Zusammenspiel zwischen dem Spitzenverband der Krankenkassen und den niedergelassenen Ärzten, also der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Krankenhausverband in Deutschland; nein, der Egoismus strotzt! Jeder kocht sein eigenes Süppchen und der, der zuerst am Markt ist, hat gewonnen? Sollte es hier nicht in erster Linie um die Patienten gehen, statt ums Prestige?

Was ist nur aus diesem Land geworden, wenn es nur noch Alleingänge gibt; jede Krankenkasse seine eigene ePatientenakte auf den Markt bringt, statt zu kooperieren?

Bin gespannt, ob Herr Spahn, der amtierende Bundesgesundheitsminister, hier auch eine Antwort hat?

08. Mai – Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

Am 08.Mai 2019 um 18 Uhr findet auf dem Kremmenr Markt am Gedenkstein eine Veranstaltung zur 74. Wiederkehr des Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges statt.

Der OGA hat dazu heute am 03.05.2019 folgende Information abgeduckt:

Kremmen/Oberkrämer

Erinnerung an Kriegsende

Schweigen 74 Jahre nach Kapitulation gedenken Kremmener der Opfer.


Kremmen. Der Gedenkstein auf Kremmens Marktplatz wird am kommenden Mittwoch im Mittelpunkt einer Veranstaltung stehen, bei der 74 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 der unzähligen Opfer gedacht wird. Beginn ist um 18 Uhr. „Auch nach diesem langen Zeitraum erinnern wir uns an diesem Tag an die Befreiung von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft“, wird Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) in der Einladung zitiert, die sich an alle Bürger aus Kremmen und der Umgebung richtet. „Für viele Menschen kam diese Befreiung jedoch leider zu spät“, heißt es weiter.⇥wol

Quelle: Publikation Märkische Onlinezeitung Regionalausgabe Oranienburger Generalanzeiger – Oranienburg Ausgabe Nr.102 Datum Freitag, den 03. Mai 2019 Seite Nr.7 Deep-Link-Referenznummer 42547234